
Plecotus austriacus (J.Fischer, 1829)
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Das Graue Langohr (Plecotus austriacus) erkennst du an seinen namensgebenden, riesigen Ohren und dem grauen Fell auf der Oberseite. Diese Fledermaus ist ein typischer Kulturfolger (Tier, das die Nähe des Menschen sucht) und bewohnt bevorzugt warme Dachstühle in ländlichen Regionen. In deinem Garten tritt sie als reiner Insektenfresser auf, der seine Beute oft im Flug oder von Blättern absammelt. Während sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch ist, nutzt sie gerne Strukturen wie die Gewöhnliche Esche für ihre nächtlichen Beutezüge. Aktuell, im Februar, befindet sich das Tier noch tief in seinem Winterschlaf (einem Zustand reduzierten Stoffwechsels), wofür es kühle, aber frostfreie Keller oder Stollen aufsucht. Du kannst diesen nützlichen Nachbarn unterstützen, indem du auf Pestizide (chemische Pflanzenschutzmittel) verzichtest und so das Insektenangebot erhöhst. Das Anbringen von Fledermauskästen an Gebäuden bietet zusätzliche Quartiere für die Tiere. Da sie sehr störungsempfindlich sind, solltest du bekannte Einfluglöcher an Gebäuden unbedingt erhalten. Ein naturnaher Garten mit heimischen Gehölzen bietet ihr die ideale Umgebung für die Jagd in der Dämmerung. Als nächtlicher Jäger trägt sie dazu bei, die Population von Nachtfaltern in deinem Wohnumfeld zu regulieren.
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Diese Art ist streng geschützt und darf nicht gestört werden. Falls du ein verletztes Tier findest, berühre es nur mit festen Handschuhen, da Fledermäuse beißen können. Eine Umsiedlung oder die Entfernung von Quartieren ist gesetzlich verboten.
Das Graue Langohr (Plecotus austriacus) ist ein Säugetier aus der Familie der Glattnasen (Vespertilionidae). Seine Verbreitung erstreckt sich über Deutschland, Österreich, die Schweiz und Belgien. Als ortstreue Art verbringt es das gesamte Jahr in einem recht kleinen Radius um seine Quartiere. Die Tiere erreichen eine Flügelspannweite von bis zu 30 Zentimetern und wiegen meist weniger als fünfzehn Gramm.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_200563022
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