Bild folgtKI-generierte IllustrationPhleum pratense
Auch bekannt als: Knolliges Lieschgras, Phleum nodosum
Artengruppe
41
Arten
interagieren
41
Interaktionen
dokumentiert
3
Wirtsbeziehungen
Arten
An seinen dichten, walzenförmigen Blütenständen, die sich fast wie eine weiche Bürste anfühlen, lässt sich das Wiesen-Lieschgras (Phleum pratense) sofort erkennen. In deinem Naturgarten ist dieses Gras ein wertvoller Baustein, da es als wichtige Kinderstube für Schmetterlinge dient. So finden hier die Raupen des Schachbretts (Melanargia galathea) und des Braunkolbigen Braun-Dickkopffalters (Thymelicus sylvestris) ihre Nahrung. Wenn du eine lebendige Wiese statt eines sterilen Rasens pflegen möchtest, bietet dieses Gras die ideale Struktur. Du tust damit aktiv etwas für den Erhalt heimischer Falterarten in deiner Nachbarschaft.
Die Kinderstube für das Schachbrett: Robustes Gras für lebendige Wiesen.
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Dieses Gras ist eine essentielle Lebensgrundlage für mehrere Schmetterlingsarten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren vor allem die Raupen des Hellen Gelbhörnchens (Thymelicus lineola) und des Braunkolbigen Braun-Dickkopffalters (Thymelicus sylvestris) von den Blättern als Nahrung. Auch das Schachbrett (Melanargia galathea) ist auf solche Grasbestände angewiesen. Im Winter dienen die stehengelassenen Samenstände als natürliche Futterquelle für Vögel, die die kleinen Körner fressen. Durch das Belassen der Halme schaffst du zudem wichtige Überwinterungsquartiere für kleine nützliche Lebewesen.
Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Doppelgängern. Das Wiesen-Lieschgras wird in Datenbanken als nicht kindersicher geführt, was meist auf die scharfen Kanten der Blätter oder das allergene Potenzial der Graspollen zurückzuführen ist. Die Pflanze selbst enthält jedoch keine giftigen Inhaltsstoffe.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.61 m
Das Wiesen-Lieschgras bevorzugt einen sonnigen Standort im Garten.
Es gedeiht am besten auf frischem Boden, was bedeutet, dass die Erde mäßig feucht sein sollte und nicht völlig austrocknen darf.
Als Mittelzehrer (Pflanzen mit normalem Nährstoffbedarf) kommt es mit herkömmlichem Gartenboden ohne zusätzliche Düngung bestens zurecht.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Du kannst das Gras durch Aussaat oder durch Teilung der Horste im Frühjahr vermehren.
Ein Rückschnitt ist erst im Spätwinter ratsam, damit die Halme über den Winter als Strukturgeber erhalten bleiben.
Da es keine besonderen Ansprüche an den Winterschutz stellt, ist es sehr pflegeleicht.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) – beide Arten teilen den Standortanspruch an mäßig feuchte Böden und ergänzen sich optisch hervorragend durch das Zusammenspiel von Grasstruktur und farbigen Blüten.
Das Wiesen-Lieschgras gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz als indigen (einheimisch) weit verbreitet. Sein typischer Lebensraum sind Fettwiesen (nährstoffreiche Wiesen) und Weiden, wo es ausdauernde Horste bildet. Morphologisch auffällig sind die Scheinähren (Blütenstände, die wie Ähren aussehen, aber eigentlich stark gestauchte Rispen sind), die bis zu 15 Zentimeter lang werden können. Es gilt laut Roter Liste als ungefährdet und ist ein robuster Bestandteil unserer Kulturlandschaft.
3 Videos zu Wiesen-Lieschgras (Artengruppe)



4 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
34 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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