Bild folgtKI-generierte IllustrationPanicum sanguinale
Auch bekannt als: Panicum sanguinale
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An den fingerförmig angeordneten Scheinähren und den oft rötlich überlaufenen Blättern lässt sich die Blut-Hirse (Panicum sanguinale) sofort erkennen. Dieses einjährige Gras ist weit mehr als nur ein Beikraut; es dient als wertvolle Kinderstube für verschiedene Schmetterlinge. Besonders die Raupen des Spiegelfleck-Dickkopffalters (Heteropterus morpheus) und des Rostfarbigen Dickkopffalters (Ochlodes sylvanus) sind auf solche Gräser als Nahrung angewiesen. Im naturnahen Garten füllt sie schnell Lücken auf offenen Bodenstellen und bietet im Winter wertvolle Samen für Vögel. Wenn du dieses Gras in deinen Beeten entdeckst, lass ihm ein Plätzchen – es ist ein wichtiger Baustein für die Artenvielfalt in deinem Garten.
Wichtige Kinderstube für bedrohte Dickkopffalter in deinem Garten.
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Dieses Gras ist eine essenzielle Nahrungspflanze für die Raupen zahlreicher Dickkopffalter. Nach aktuellen Daten profitieren Arten wie der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus), der Schwarzfleckige Golddickkopffalter (Carterocephalus silvicola) und der Gelbwürfelige Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) direkt von ihrem Vorhandensein. Auch der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) nutzt die Halme zur Eiablage. Selbst seltenere Arten wie der Borbo-Dickkopffalter (Borbo borbonica) oder der Schwarzbraune Dickkopffalter (Gegenes nostrodamus) finden hier eine Lebensgrundlage. In der kalten Jahreszeit dienen die ausgereiften Samen als energiereiche Nahrung für heimische Singvögel, die in den trockenen Halmen Deckung suchen.
Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Doppelgängern. Allerdings ist die Blut-Hirse als nicht kindersicher eingestuft, da die Pflanzenteile bei Verzehr Reizungen verursachen können. In Gärten mit kleinen Kindern empfiehlt es sich, die Pflanze in Randbereiche zu setzen, in denen nicht direkt gespielt wird.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Standort : Wähle einen vollsonnigen Platz, da die Pflanze als Wärmelieber viel Licht und hohe Temperaturen benötigt.
Boden : Sie gedeiht am besten auf mäßig trockenen bis frischen Böden mit einer guten Nährstoffversorgung.
Pflanzzeit : Da sie einjährig ist, erfolgt die Aussaat oder Ansiedlung im Frühjahr von März bis Mai.
Wasserbedarf : Die Pflanze ist robust und kommt mit normaler Gartenerde zurecht, verträgt aber auch trockene Phasen gut.
Besonderheit : Sie geht eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) ein, eine Symbiose zwischen Pilz und Wurzel, welche die Nährstoffaufnahme deutlich verbessert.
Pflege : Ein Rückschnitt während der Saison ist nicht nötig; lass die Halme im Herbst unbedingt stehen.
Vermehrung : Sie erhält sich durch Selbstaussaat meist von allein, sofern der Boden im Frühjahr offen und unbewachsen ist.
Sicherheit : Beachte, dass die Pflanze laut Datenbasis als nicht kindersicher eingestuft wird; die Halme sollten nicht in den Mund gelangen.
Kombinationsempfehlung : Eine ideale Partnerin ist die Echte Schafgarbe (Achillea millefolium). Beide Arten teilen sich gerne sonnige Standorte und die Schafgarbe bietet einen schönen optischen Kontrast zu den feinen Grasstrukturen.
Die Blut-Hirse gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und zur Gattung der Rispenhirsen. Sie ist ursprünglich in wärmeren Regionen beheimatet, hat sich aber in der gesamten Deutschland-Österreich-Schweiz-Region fest etabliert. Man findet sie häufig auf Äckern, in Gärten oder an Wegrändern, wo sie sonnige, offene Bodenstellen besiedelt. Charakteristisch sind die behaarten Blattscheiden und die verzweigten Blütenstände, die an die Finger einer Hand erinnern und der Pflanze eine markante Struktur verleihen.
39 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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