Bild folgtKI-generierte IllustrationOmalotheca norvegica
Auch bekannt als: Norwegisches Ruhrkraut, Omalotheca norvegica
20
Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An ihren silbrig-grau behaarten Blättern und dem aufrechten, meist unverzweigten Wuchs lässt sich die Norwegische Ruhrblume (Omalotheca norvegica) sofort erkennen. In deinem Naturgarten ist sie eine wertvolle Ergänzung für die Artenvielfalt, da sie eng mit spezialisierten Insekten vernetzt ist. Besonders Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder die Mondfleckschwebfliege (Eupeodes corollae) profitieren von ihrem Vorhandensein. Als heimische Art trägt sie zur Stabilisierung regionaler Ökosysteme bei und bereichert das biologische Gefüge deines Gartens. Mit dieser Pflanze holst du dir ein Stück unberührte Natur direkt vor das Haus.
Ein Muss für Scheckenfalter: Die Norwegische Ruhrblume stärkt seltene Biotope.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Pflanze eine wichtige Nahrungsquelle für verschiedene Edelfalter. Dazu gehören unter anderem der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii), der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der Feurige Scheckenfalter (Melitaea ornata). Auch Schwebfliegen wie die Zweiband-Wespenschwebfliege (Chrysotoxum bicinctum) und die Gemeine Winterschwebfliege (Episyrphus balteatus) fliegen die Blüten regelmäßig an. Durch die Bildung einer arbuskulären Mykorrhiza (AM) fördert sie zudem ein gesundes mikrobielles Bodenleben. Damit dient sie als wichtiges Glied in der Nahrungskette deines Gartens.
Die Norwegische Ruhrblume wird als nicht kindersicher eingestuft. Daher solltest du bei der Standortwahl darauf achten, dass kleine Kinder keinen direkten Zugang zur Pflanze haben. Eine Verwechslung mit stark giftigen Wildpflanzen ist aufgrund ihrer spezifischen Behaarung und Wuchsform eher unwahrscheinlich.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.1 m
Pflanzzeit : Setze die Pflanze idealerweise im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Standort : Da sie in kühleren Regionen heimisch ist, bevorzugt sie Plätze, die nicht der extremen Mittagshitze ausgesetzt sind.
Boden : Die Erde sollte durchlässig sein; auf Kunstdünger solltest du verzichten, um die lebenswichtige Mykorrhiza (Wurzelpilz-Gemeinschaft) nicht zu schädigen.
Pflege : Ein Rückschnitt ist im Herbst nicht zwingend erforderlich; das Stehenlassen schützt die Basis im Winter.
Vermehrung : Sie erhält sich am besten durch natürliche Aussaat an geeigneten Stellen im Garten.
Kombination : Eine gute Partnerin ist der Berg-Wohlverleih (Arnica montana) – beide teilen ähnliche Ansprüche an kühle Lagen und ergänzen sich hervorragend in einer naturnahen Bepflanzung.
Die Norwegische Ruhrblume (Omalotheca norvegica) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland sowie Österreich heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst vorrangig kühle Gebirgslagen und lichte Wälder. Morphologisch zeichnet sie sich durch wechselständige Blätter und körbchenförmige Blütenstände aus, die in einer dichten Ähre (blütentragender Achsenabschnitt) angeordnet sind. Eine Besonderheit ist ihre arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine Symbiose (Lebensgemeinschaft) mit Bodenpilzen, die die Nährstoffaufnahme verbessert.
20 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•Mendeley_UK_2022
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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