Bild folgtKI-generierte IllustrationNomada lathburiana (Kirby, 1802)
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Du erkennst die Rothaarige Wespenbiene an ihrem auffällig gelb-schwarz gebänderten Hinterleib und der charakteristischen, fuchsroten Behaarung auf dem mittleren Körperabschnitt. Mit einer Größe von etwa 10 bis 12 Millimetern erinnert sie im Flug eher an eine kleine Wespe als an eine Biene. Es gibt nur eine Generation pro Jahr, die ausschließlich im Frühling aktiv ist. Das Weibchen legt seine Eier einzeln in die unterirdischen Nester anderer Wildbienenarten ab. Man nennt diese Lebensweise cleptoparasitisch (als Brutparasit die Vorräte anderer Arten nutzend). Die Larve ernährt sich zunächst vom Ei des Wirtes und anschließend von dessen mühsam gesammeltem Pollenvorrat. Im Frühjahr besucht das Tier für die eigene Energieversorgung Pflanzen wie die Echte Sternmiere (Stellaria holostea) oder den Eingriffeligen Weißdorn (Crataegus monogyna). Auch am Feld-Ahorn (Acer campestre) und an der Mandelblättrigen Wolfsmilch (Euphorbia amygdaloides) kannst du sie oft beobachten. Die Überwinterung erfolgt als fertiges Insekt in einer Kältestarre (einem Zustand ruhender Lebensfunktionen) tief im Erdboden innerhalb der Wirtszelle. Du förderst diese Art, indem du offene Bodenstellen im Garten zulässt und heimische Sträucher wie den Weißdorn pflanzt.
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Diese Wildbiene ist völlig harmlos und ein friedlicher Gartenbesucher. Sie besitzt zwar einen kleinen Stachel, setzt diesen aber gegenüber Menschen nicht ein und zeigt keinerlei aggressives Verhalten. Wie alle heimischen Wildbienen steht sie unter dem allgemeinen Schutz der Bundesartenschutzverordnung.
Die Rothaarige Wespenbiene (Nomada lathburiana) gehört zur Ordnung der Hautflügler und zur Familie der Echten Bienen (Apidae). Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und tritt bevorzugt in Regionen mit Vorkommen ihrer Wirtsbienen auf. Als Kuckuckbiene sammelt sie keinen eigenen Pollen für die Brut, sondern spezialisiert sich auf den Diebstahl von Vorräten. Charakteristisch für die Art ist die Kombination aus wespenartiger Zeichnung und der namensgebenden roten Behaarung auf dem Thorax (Brustabschnitt).
14 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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