Bild folgtKI-generierte IllustrationLinaria genistifolia
Auch bekannt als: Ginster-Leinkraut
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Arten
interagieren
7
Interaktionen
dokumentiert
Wer das Ginsterblättrige Leinkraut (Linaria genistifolia) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren leuchtend gelben Lippenblüten, die wie kleine Löwenmäulchen aussehen, setzt sie markante Akzente. Die Pflanze ist ein wahrer Überlebenskünstler für extrem sonnige und trockene Standorte, an denen andere Gewächse längst aufgeben. In deinem Naturgarten erfüllt sie eine wichtige Funktion, da sie nach aktuellen Beobachtungsdaten gezielt vom Kleinen Kohlweißling (Pieris rapae) angeflogen wird. Auch wenn sie ein Neophyt (eine nach 1492 eingewanderte Pflanzenart) ist, hat sie sich fest in unsere heimische Insektenwelt integriert. Wenn du eine robuste Pflanze suchst, die mit wenig Wasser auskommt, ist dieses Leinkraut die ideale Wahl für dich.
Gelber Blütentraum für Sonnenplätze: Die Tankstelle für den Kleinen Kohlweißling.
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Das Ginsterblättrige Leinkraut ist eine spezialisierte Nektarquelle für Insekten, die kräftig genug sind, die Lippenblüten aufzudrücken. Besonders der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) nutzt die Pflanze regelmäßig als Nahrungsquelle. Die tiefen Sporne der Blüten schützen den Nektar vor Verdunstung und vor dem Zugriff durch Insekten mit kurzen Rüsseln. Da die Art auch auf magersten Böden gedeiht, schließt sie ökologische Nischen an trockenen Standorten. Die stehengelassenen Samenstände können im Winter als Rückzugsort für kleine Nützlinge dienen. Durch die späte Blütezeit bis in den August hinein ergänzt sie das Nahrungsangebot in einer Phase, in der viele andere Wiesenblumen bereits verblüht sind. So leistet sie einen wertvollen Beitrag zur Stabilisierung der lokalen Insektenpopulationen.
Bitte beachte, dass das Ginsterblättrige Leinkraut als nicht kindersicher eingestuft wird. Alle Pflanzenteile enthalten Stoffe, die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können, weshalb im Garten mit kleinen Kindern Vorsicht geboten ist. Eine Verwechslung mit stark giftigen Arten ist aufgrund der sehr charakteristischen Blütenform und der bläulichen Blätter eher unwahrscheinlich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.3 m
Wähle einen Standort in der vollen Sonne, damit die Pflanze ihre volle Blütenpracht entfaltet.
Der Boden sollte als Schwachzehrer-Substrat beschaffen sein, also mager, sandig und sehr gut durchlässig.
Staunässe verträgt das Leinkraut gar nicht, da die Wurzeln in feuchter Erde schnell faulen.
Du kannst die Pflanze im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen.
Gießen ist nach dem Anwachsen kaum noch nötig, da sie an trockene Standorte perfekt angepasst ist.
Dünger solltest du vermeiden, da ein zu hohes Nährstoffangebot die Standfestigkeit der Stängel schwächt.
Ein Rückschnitt der verblühten Triebe im Spätsommer kann manchmal eine Nachblüte anregen.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert durch Aussaat oder durch Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr.
Da die Pflanze nicht als kindersicher gilt, platziere sie am besten im hinteren Bereich deiner Beete.
Eine hervorragende Partnerin ist die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium), die ähnliche Ansprüche an Boden und Licht stellt.
Diese Kombination fördert die ökologische Vielfalt, da beide Arten unterschiedliche Bestäuber anlocken.
Das Ginsterblättrige Leinkraut (Linaria genistifolia) gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) innerhalb der Ordnung der Lippenblütlerartigen (Lamiales). Ursprünglich in wärmeren Regionen Südosteuropas und Westasiens beheimatet, findet man es heute auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz an sonnigen Plätzen. Typischerweise besiedelt es Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und felsige Hänge. Die morphologischen (gestaltlichen) Merkmale sind die bläulich bereiften, schmalen Blätter und die aufrechten, meist unverzweigten Blütenstände, die eine Höhe von bis zu 80 Zentimetern erreichen können.
1 Video zu Ginsterblättriges Leinkraut

5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
1 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →