
Lathyrus vernus
Auch bekannt als: Orobus vernus
7
Arten
interagieren
11
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt die Frühlings-Platterbse (Lathyrus vernus) durch ihren auffälligen Farbwechsel auf, bei dem sich die traubigen Blüten von kräftigem Purpurrot zu einem sanften Himmelblau verfärben. Diese horstig (in dichten Büscheln) wachsende Waldstaude ist eine der ersten wichtigen Nektarquellen im schattigen Gartenbeet. Besonders langrüsselige Insekten wie die Gartenhummel (Bombus hortorum) und spezialisierte Wildbienen wie die Zaunwicken-Sandbiene (Andrena nigroaenea) profitieren von diesem frühen Nahrungsangebot im Mai. Mit ihr holst du dir einen robusten und langlebigen Bewohner heimischer Laubwälder direkt unter deine Sträucher. Du wirst sehen, wie dieser Frühlingsbote über die Jahre immer schöner und kräftiger wird.
Farbwechsel im Schatten: Der erste Nektar-Schatz für die Gartenhummel.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Pflanze eine lebensnotwendige Tankstelle im Halbschatten. Vor allem die Gartenhummel (Bombus hortorum) und die Heidehummel (Bombus jonellus) fliegen die energiereichen Blüten gezielt an. Auch spezialisierte Wildbienen wie die Zaunwicken-Sandbiene (Andrena nigroaenea) und die Hosenbiene finden hier ihre Nahrung. Da sie bereits im Mai blüht, wenn viele andere Schattenpflanzen noch im Austrieb sind, stützt sie die frühe Insektenpopulation. Weitere Besucher wie Punktkäfer nutzen die Pflanze ebenfalls als Lebensraum innerhalb des ökologischen Gartennetzes.
Die Frühlings-Platterbse ist in allen Pflanzenteilen, insbesondere in den Samen, schwach giftig und daher nicht als kindersicher eingestuft. Achte darauf, dass die kleinen, erbsenähnlichen Hülsenfrüchte nicht verzehrt werden. Da sie keine Ranken besitzt, lässt sie sich jedoch gut von essbaren Kulturerbsen unterscheiden.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Mai
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.27 m
Standort: Wähle einen Platz im Schatten oder Halbschatten, idealerweise im lichten Bereich unter Gehölzen.
Boden: Die Pflanze benötigt einen frischen (mäßig feuchten) Boden und gilt als Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf).
Pflanzzeit: Setze die Staude im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Gießen: Achte besonders im ersten Standjahr auf eine gleichmäßige Feuchtigkeit, da sie Trockenperioden im Frühling nicht gut verträgt.
Düngung: Eine Gabe von Kompost im März reicht für diese genügsame Waldpflanze völlig aus.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; das verwelkte Laub dient im Winter als natürlicher Schutz für den Wurzelstock.
Vermehrung: An einem passenden Standort breitet sie sich durch Selbstaussaat langsam aus, ohne zu wuchern.
Kombination: Eine hervorragende Partnerin ist der Waldmeister (Galium odoratum).
Ökologische Begründung: Beide Arten kommen gemeinsam in heimischen Buchenwäldern vor und ergänzen sich perfekt als schattenverträgliche Bodendecker.
Die Frühlings-Platterbse (Lathyrus vernus) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist in den Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz heimisch. Als indigen (ursprünglich einheimisch) eingestufte Art besiedelt sie bevorzugt krautreiche Buchen- und Eichenwälder. Ein besonderes Merkmal ist, dass sie im Gegensatz zu vielen anderen Platterbsen keine Ranken (Greiforgane zum Klettern) ausbildet, sondern aufrecht und kompakt wächst. Ihre Blätter sind wechselständig gefiedert (versetzt angeordnete Teilblätter) und verleihen ihr ein filigranes Erscheinungsbild.
3 Videos zu Frühlings-Platterbse



6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_440934098
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