Bild folgtKI-generierte IllustrationGagea minima
Auch bekannt als: Kleiner Gelbstern
3
Arten
interagieren
3
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt der Zwerg-Goldstern (Gagea minima) durch seine leuchtend gelben, sechszähligen Blütensterne auf, die oft nur wenige Zentimeter über dem Boden schweben. Ein weiteres Erkennungsmerkmal ist das meist einzelne, fast fadenförmige Grundblatt. Diese kleine Zwiebelpflanze ist im Garten besonders wertvoll, da sie bereits früh im Jahr Nektar für Honigbienen und Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) bereithält. Mit dem Pflanzen dieser auf der Roten Liste stehenden Art (Stufe 3) unterstützt du aktiv den Erhalt der Artenvielfalt. Schau doch mal, ob du ein Plätzchen unter deinen Sträuchern für diesen seltenen Gast findest.
Gefährdete Seltenheit: Erster Nektar für Zitronenfalter und Honigbienen.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren vor allem die Honigbiene und der Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) von den frühen Blüten des Zwerg-Goldsterns. Auch für die Wegwespe (Anoplius viaticus) stellt die Pflanze einen wichtigen Anlaufpunkt im Garten dar. Da die Art als gefährdet (Rote Liste 3) gilt, ist jedes Vorkommen im Garten ein wertvoller Rückzugsort für die heimische Fauna. Als eine der ersten blühenden Arten im Jahr schließt sie eine kritische Versorgungslücke für Insekten. Sie bietet Nahrung zu einer Zeit, in der das restliche Pflanzenangebot im Garten oft noch sehr begrenzt ist.
Vorsicht ist geboten, da der Zwerg-Goldstern laut Datenbasis nicht kindersicher ist und als giftig eingestuft wird. Achte darauf, dass keine Pflanzenteile von Kindern oder Haustieren verzehrt werden. Eine Verwechslung mit essbaren Wildkräutern sollte aufgrund der Giftigkeit der Liliengewächse unbedingt ausgeschlossen werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mär – Apr
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.12 m
Pflanze die Zwiebeln des Zwerg-Goldsterns am besten in der Zeit von September bis November oder im zeitigen Frühjahr von März bis Mai.
Wähle einen Standort im Halbschatten, idealerweise unter laubabwerfenden Sträuchern.
Der Boden sollte humos sein, also reich an verrottetem organischem Material wie Laub.
Da er ein Geophyt (eine Pflanze, die ungünstige Zeiten als Zwiebel überdauert) ist, verschwindet er im Frühsommer komplett von der Oberfläche.
Vermeide Bodenbearbeitung an seinem Standort, um die empfindlichen Zwiebeln nicht zu beschädigen.
Eine zusätzliche Düngung ist in der Regel nicht nötig, eine dünne Schicht Kompost im Herbst ist ausreichend.
Die Vermehrung erfolgt am einfachsten durch das vorsichtige Trennen der kleinen Nebenzwiebeln nach der Blütezeit.
Als ideale Begleitpflanze empfehle ich das Buschwindröschen (Anemone nemorosa).
Beide sind heimische Frühblüher, die ähnliche Lichtverhältnisse unter Gehölzen schätzen und gemeinsam einen dichten Blütenteppich bilden.
Der Zwerg-Goldstern (Gagea minima) gehört zur Familie der Liliengewächse (Liliaceae) und zur Ordnung der Lilienartigen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist er als indigenes Gewächs (ursprünglich heimisch) oder Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 eingeführt wurde) verbreitet. Er wächst bevorzugt in lichten Laubwäldern oder an Waldrändern und zeichnet sich durch seine geringe Wuchshöhe aus. Typisch sind die kahlen Blütenstiele, die meist zwei bis sieben kleine, gelbe Blüten tragen, welche unterirdisch aus einer Zwiebel austreiben.
1 Video zu Zwerg-Goldstern

3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →