
Festuca ovina
Auch bekannt als: Gemeiner Schwingel, Eigentlicher Schaf-Schwingel, Eigentlicher Schwingel, Echter Schaf-Schwingel
Artengruppe
23
Arten
interagieren
39
Interaktionen
dokumentiert
19
Wirtsbeziehungen
Arten
An seinen extrem feinen, fast borstlichen Blättern, die dichte, blau-grüne Horste (kompakte Grasbüschel) bilden, lässt sich der Schaf-Schwingel sofort erkennen. In deinem Naturgarten ist dieses Gras unverzichtbar, da es als wichtige Kinderstube für bedrohte Schmetterlinge dient. So finden hier die Raupen des Ockerbindigen Samtfalters (Hipparchia semele) und der Dreizack-Graseule (Calamia tridens) ihre Nahrung. Auch der Gelbbindige Mohrenfalter (Erebia meolans) ist hier oft zu Gast. Wenn du eine magere, sonnige Stelle im Garten hast, ist dieses Gras die perfekte Wahl für dich.
Überlebenskünstler und wichtige Kinderstube für seltene Samtfalter.
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Dieses Gras ist eine essentielle Lebensgrundlage für spezialisierte Falter. Nach aktuellen Bestäubungsdaten dient es als wichtige Raupenfutterpflanze für den Ockerbindigen Samtfalter (Hipparchia semele). Auch die Raupen der Dreizack-Graseule (Calamia tridens) und der Eule Noctua orbona sind auf dieses Gras als Nahrung angewiesen. Ohne solche heimischen Gräser fehlt diesen Arten die Basis für die Eiablage. Zusätzlich besuchen erwachsene Schmetterlinge wie das Braunauge (Lasiommata maera) und der Gelbbindige Mohrenfalter (Erebia meolans) die Bestände als Lebensraum. Mit der Pflanzung förderst du somit gezielt bedrohte Insektenarten unserer Region.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.25 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz mit gut durchlässigem Boden.
Der Schaf-Schwingel liebt karge Verhältnisse und kommt bestens mit großer Trockenheit zurecht.
Er bevorzugt magere Böden (nährstoffarme Erde), weshalb du auf Dünger unbedingt verzichten solltest.
Pflanzzeit: Setze die Gräser von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
In der ersten Anwachsphase solltest du regelmäßig gießen, danach ist das Gras völlig autark.
Pflege: Ein Rückschnitt ist im Februar möglich, oft reicht aber ein einfaches Ausputzen der trockenen Halme mit den Händen.
Da er horstig wächst und keine Ausläufer bildet, bleibt er dauerhaft an seinem zugewiesenen Platz.
Vermehrung: Du kannst die Horste im zeitigen Frühjahr durch Teilen verjüngen und vermehren.
Kombinationsempfehlung: Eine ideale Partnerin ist die Heide-Nelke (Dianthus deltoides).
Beide teilen die Vorliebe für nährstoffarme Sandböden und ergänzen sich optisch wie ökologisch hervorragend.
Der Schaf-Schwingel (Festuca ovina) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in der gesamten DACH-Region heimisch. Er besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie Heidelandschaften. Man erkennt ihn an seinen borstlichen, oft bläulich überhauchten Blättern, die dichte Polster bilden. Er ist ein typischer Vertreter der Magerrasen-Flora und als indigen (einheimisch) eingestuft. Morphologisch auffällig ist sein horstiger Wuchs ohne Ausläuferbildung, wodurch er keine anderen Pflanzen verdrängt.
3 Videos zu Schaf-Schwingel (Artengruppe)



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4 Arten interagieren mit dieser Pflanze
19 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_351175741
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