Bild folgtKI-generierte IllustrationTholera decimalis Poda, 1761
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An den hell abgesetzten Adern auf den dunkelbraunen Vorderfluegeln laesst sich die Große Raseneule sofort erkennen. Dieser Nachtfalter bildet pro Jahr lediglich eine Generation aus, er ist also univoltin (eine Generation pro Jahr). Die Eier werden im Spaetsommer einzeln oder in kleinen Gruppen an Grashalmen oder direkt am Boden abgelegt. Im Fruehling, oft schon ab Maerz, schlüpfen die kleinen Larven (Jugendstadium der Schmetterlinge, hier Raupen genannt) und beginnen ihre Entwicklung. Besonders gerne fressen sie an Borstgras (Nardus stricta), Schaf-Schwingel (Festuca ovina) oder der Gewoehnlichen Quecke (Elymus repens). Während der Sommermonate ziehen sie sich zur Verpuppung (Stadium der Umwandlung zum Falter) in den Boden zurück. Die erwachsenen Falter erscheinen dann ab August und suchen in der Daemmerung nach Nektar. Die Art ueberwintert im Eistadium am Boden, was sie unempfindlich gegenüber Kälte macht. Du kannst diesen Nuetzling foerdern, indem du Teilbereiche deines Rasens seltener maehst und heimische Gräser stehen laesst. So ermoeglichst du den Raupen eine ungestoerte Entwicklung bis zur Verpuppung im Juli.
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Dieser Nachtfalter ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gast in naturnahen Gärten. Er sticht nicht, beißt nicht und ist kein Vorratsschädling. Da die Bestände vieler Eulenfalter zurückgehen, ist die Beobachtung dieses Tiers ein Zeichen für eine gesunde ökologische Vielfalt in deiner Umgebung.
Die Große Raseneule (Tholera decimalis) gehört zur Familie der Eulenfalter (Noctuidae) innerhalb der Ordnung der Schmetterlinge. Sie ist in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt offenes Grasland, Wiesen und Gärten. Mit einer Fluegelspannweite von etwa 35 bis 45 Millimetern ist sie ein markanter Vertreter ihrer Gattung. Charakteristisch ist das weißliche Gittermuster auf den dunklen Fluegeln, das sie von verwandten Arten unterscheidet. Die Art ist eng an das Vorkommen naturnaher Grasgesellschaften gebunden.
4 Pflanzen dienen als Nahrung für die Larven
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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