Bild folgtKI-generierte IllustrationEuphorbia helioscopia
Auch bekannt als: euphorbe réveil-matin, Sonnen-Wolfsmilch, Sonnwend-Wolfsmilch
25
Arten
interagieren
33
Interaktionen
dokumentiert
Wer die Sonnenwend-Wolfsmilch (Euphorbia helioscopia) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren flachen, gelb-grünen Blütenschirmen, die sich stets dem Sonnenlauf anpassen, ist sie im Gartenbeet unverwechselbar. Diese Pflanze ist ein wertvoller Archäophyt (eine Pflanzenart, die vor 1492 eingeführt wurde) und zeigt dir an, dass dein Boden wunderbar nährstoffreich ist. Davon profitieren vor allem Insekten wie die Feldwespe (Polistes) und die Honigbiene (Apis mellifera), die hier leicht zugänglichen Nektar finden. Für dich ist sie eine unkomplizierte Begleiterin, die kaum Arbeit macht. Lass dieses lebendige Stück Naturgeschichte ruhig in einer sonnigen Ecke deines Gartens gewähren.
Sonniges Kraftpaket für Feldwespen und Honigbienen von April bis August.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Sonnenwend-Wolfsmilch eine wichtige Anlaufstelle für verschiedene Insekten. Besonders die Feldwespe (Polistes) und die Honigbiene (Apis mellifera) nutzen die offen dargebotenen Nektardrüsen intensiv. Auch die Blattwespe Macrophya montana (Scopoli, 1763) besucht die Blüten regelmäßig. Da die Pflanze oft von Blattläusen besiedelt wird, lockt sie wertvolle Nützlinge wie den Asiatischen Marienkäfer (Harmonia axyridis) an, der hier reichlich Nahrung für seine Larven findet. Die Samenreife bis in den August hinein bietet zudem eine wichtige Futterquelle für bodenfressende Vögel in der sommerlichen Agrarlandschaft.
Bitte sei vorsichtig bei der Gartenarbeit: Die Pflanze ist nicht kindersicher, da ihr weißer Milchsaft bei Kontakt Hautreizungen hervorrufen kann. Trage am besten Handschuhe beim Jäten und achte darauf, dass der Saft nicht in die Augen gelangt. Eine Verwechslung mit ungiftigen Kräutern ist aufgrund der markanten gelb-grünen Blütenschirme und des Milchsaftes kaum möglich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Apr – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.19 m
• Wähle für die Sonnenwend-Wolfsmilch einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
• Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; Staunässe oder extreme Trockenheit mag sie weniger.
• Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) gedeiht sie am besten auf fetten, gut gedüngten Gartenböden oder in der Nähe des Komposts.
• Die ideale Zeit, um sie im Garten zuzulassen oder auszusäen, ist von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
• Da sie einjährig ist, ist kein Rückschnitt nötig – sie versamt sich an zusagenden Stellen ganz von selbst.
• Achte darauf, beim Jäten im Frühjahr nicht alle Keimlinge zu entfernen, damit der Bestand erhalten bleibt.
• Eine wunderbare Partnerin ist die Echte Kamille (Matricaria chamomilla).
• Beide Arten ergänzen sich ökologisch hervorragend, da sie ähnliche Ansprüche an den Nährstoffgehalt des Bodens stellen und gemeinsam ein Paradies für kleine Bestäuber schaffen.
Die Sonnenwend-Wolfsmilch gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) in der Ordnung der Malpighienartigen (Malpighiales). Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt als typische Kulturfolgerin bevorzugt Gärten und Ackerflächen. Charakteristisch ist ihr fünfstrahliger Blütenstand, eine sogenannte Trugdolde, und der bei Verletzung austrittende, weiße Milchsaft. Die Blätter sind im oberen Drittel fein gesägt, was ein wichtiges Merkmal zur Unterscheidung von verwandten Arten ist. Als einjährige Pflanze schließt sie ihren Lebenszyklus innerhalb eines Sommers ab.
11 Arten interagieren mit dieser Pflanze
14 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →