Bild folgtKI-generierte IllustrationErodium moschatum
Auch bekannt als: Erodium moschatum
7
Arten
interagieren
12
Interaktionen
dokumentiert
An seinem intensiven Moschus-Duft und den farnartigen Blättern lässt sich der Moschus-Reiherschnabel (Erodium moschatum) sofort erkennen. In deinem Garten übernimmt er eine wichtige Rolle als Futterquelle für Schmetterlinge wie den Kleinen Kohlweißling (Pieris rapae). Als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) gehört er schon lange zu unserer Kulturlandschaft. Er ist eine Bereicherung für sonnige Ecken, in denen er Schmetterlingen und Bienen Nahrung bietet. Du tust der heimischen Artenvielfalt etwas Gutes, wenn du dieser historisch verwurzelten Pflanze einen Platz einräumst.
Historischer Insektenmagnet: Vier Monate Moschusduft und Schmetterlingsbesuch.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Moschus-Reiherschnabel eine wichtige Anlaufstelle für verschiedene Insekten. Besonders der Braune Bär (Arctia caja) nutzt die Pflanze als Lebensraum und Futterquelle. Auch der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) und der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) besuchen die Blüten regelmäßig. Für die Honigbiene (Apis mellifera) bietet die Pflanze von Mai bis August eine verlässliche Tracht (Summe der Nahrung aus Nektar und Pollen). Durch die Bildung zahlreicher Samen ist er zudem eine potenzielle Nahrungsquelle für bodenfressende Vögel während der Reifezeit.
Die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb beim Umgang mit kleinen Kindern Vorsicht geboten ist. Eine Verwechslung ist mit dem Gewöhnlichen Reiherschnabel (Erodium cicutarium) möglich, der jedoch keinen Moschusduft verströmt. Bei empfindlichen Personen kann der Kontakt mit den behaarten Pflanzenteilen vereinzelt Hautreizungen auslösen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.34 m
Der Moschus-Reiherschnabel bevorzugt warme, sonnige Standorte mit durchlässigem Boden.
Setze die Pflanze am besten in nährstoffreiche Erde, da sie als Stickstoffzeiger gilt.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Achte darauf, den Boden teilweise offen zu halten, da er sich gerne über Samen vermehrt.
Da die Pflanze laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft wird, solltest du sie eher in Bereiche setzen, die nicht als Spielfläche für Kleinkinder dienen.
Ein Rückschnitt nach der ersten Blüte kann eine Nachblüte im Spätsommer fördern.
Die Vermehrung geschieht meist unkompliziert durch die natürliche Selbstaussaat.
Als Pflanzpartner eignet sich die Wegwarte (Cichorium intybus), da beide ähnliche Standortansprüche an sonnige, leicht gestörte Böden haben und zusammen ein langes Nahrungsangebot schaffen.
Der Moschus-Reiherschnabel (Erodium moschatum) gehört zur Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt nährstoffreiche Störstellen oder Wegränder. Die Pflanze ist einjährig bis zweijährig und bildet meist eine flache Rosette aus. Ein besonderes Merkmal sind die Teilfrüchte mit ihren korkenzieherartig gedrehten Grannen (fadenförmige Fortsätze), die sich bei Feuchtigkeit bewegen, um den Samen in den Boden zu bohren.
5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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