Bild folgtKI-generierte IllustrationErodium cicutarium
Auch bekannt als: Hirtennadel, Schierlingsblättriger Reiherschnabel, Gewöhnlicher Reiherschnabel
Artengruppe
16
Arten
interagieren
21
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst den Gewöhnlichen Reiherschnabel (Erodium cicutarium) an seinen filigranen, farnartigen Blättern und den namensgebenden, langen Fruchtständen, die wie der Schnabel eines Reihers geformt sind. Diese unscheinbare Schönheit ist ein wahrer Überlebenskünstler auf trockenen Böden und dient als lebensnotwendige Raupenfutterpflanze für den Kleinen Sonnenröschen-Bläuling (Aricia agestis). Da er von April bis Oktober fast ununterbrochen blüht, bietet er über eine sehr lange Zeit Nahrung für Insekten. Wenn du eine sonnige Ecke mit eher magerem Boden hast, ist er eine wunderbare Bereicherung für deinen Naturgarten. Probiere es einfach mal aus, er ist viel pflegeleichter, als man denkt.
Dauerblüher von April bis Oktober und Kinderstube für seltene Bläulinge.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist der Reiherschnabel eine unverzichtbare Raupenfutterpflanze für den Kleinen Sonnenröschen-Bläuling (Aricia agestis). Ohne solche spezifischen Wildpflanzen können diese spezialisierten Falter ihre Eier nicht erfolgreich ablegen. Durch die außergewöhnlich lange Blütezeit von April bis Oktober dient die Pflanze zudem zahlreichen Wildbienen und Schwebfliegen als verlässliche Tankstelle. Im Winter bieten die verbliebenen Samenstände eine kleine, aber feine Nahrungsquelle für heimische Vögel. Mit seiner Anwesenheit förderst du einen geschlossenen Lebenszyklus für Schmetterlinge direkt in deinem Garten.
Der Gewöhnliche Reiherschnabel gilt laut Datenbank als nicht kindersicher. Das liegt an den harten, spitzen Fruchthüllen, die beim Spielen in die Haut oder Kleidung pieksen können; die Pflanze selbst ist jedoch nicht als giftig bekannt. In Gärten mit kleinen Kindern empfiehlt es sich, die Pflanze eher in Randbereiche oder Beete zu setzen, die nicht direkt als Spielfläche dienen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Okt
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.11 m
Wähle für die Pflanzung einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Der Boden sollte trocken und durchlässig sein; normale Gartenerde ohne Staunässe ist ideal.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Da die Art ein Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) ist, musst du sie in der Regel nicht zusätzlich düngen.
Gießen ist nur in der Anwachsphase oder bei extrem langanhaltender Trockenheit nötig.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze oft einjährig oder zweijährig wächst und sich durch Versamung erhält.
Die Vermehrung übernimmt der Reiherschnabel durch seine speziellen Bohrsamen meist ganz von allein.
Als ideale Begleitpflanze eignet sich die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium).
Beide Arten teilen sich ähnliche Standorte und ergänzen sich optisch durch ihre unterschiedlichen Wuchsformen sehr gut.
Der Gewöhnliche Reiherschnabel gehört zur Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Er besiedelt bevorzugt Ruderalstellen (vom Menschen geprägte Standorte wie Wegränder) und trockene Wiesen. Als Archäophyt (Pflanze, die vor dem Jahr 1492 eingeführt wurde) ist er fest in unser Ökosystem integriert. Besonders auffällig ist die Selbstausbreitung der Samen durch korkenzieherartige Grannen (fadenförmige Anhängsel), die sich bei Feuchtigkeitswechseln bewegen und den Samen regelrecht in den Erdboden bohren.
11 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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