Bild folgtKI-generierte IllustrationEpeoloides coecutiens (Fabricius, 1775)
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Du erkennst die Schmuckbiene an ihrem rot-schwarz gezeichneten Hinterleib und den auffälligen, bläulich schimmernden Augen der Männchen. Diese seltene Wildbiene ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und bringt jährlich nur eine Generation hervor. Im Monat Juli kannst du sie dabei beobachten, wie sie gezielt Blüten für ihre Energieversorgung aufsucht. Da sie kleptoparasitisch (als Kuckucksbiene in fremden Nestern lebend) ist, legt sie ihre Eier in die Nester von Schenkelbienen, wo die Larven von deren Vorräten zehren. Die erwachsenen Tiere besuchen für ihren Nektarbedarf bevorzugt das Jakobs-Greiskraut (Jacobaea vulgaris), das Aufrechte Fingerkraut (Potentilla recta subsp. recta) und die Gewöhnliche Zaunwinde (Convolvulus arvensis). Die Überwinterung erfolgt als Larve im Boden innerhalb des geschützten Wirtsnestes, wo das Tier bis zum nächsten Sommer in einer Ruhephase verharrt. Um die Art zu fördern, solltest du in deinem Garten das Aufrechte Fingerkraut an sonnigen Plätzen stehen lassen und auf jegliche chemische Spritzmittel verzichten. Da sie nur im Hochsommer aktiv ist, benötigt sie in dieser kurzen Zeitspanne ein stabiles Angebot an heimischen Wildkräutern in deiner Nähe.
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Diese Biene ist völlig harmlos und ein gern gesehener, seltener Gast in naturnahen Gärten. Da sie in vielen Gebieten als gefährdet gilt, sollte man sie lediglich aus der Ferne beobachten; ein Anfassen oder Umsiedeln ist nicht gestattet und aufgrund ihres friedfertigen Wesens auch nicht notwendig.
Die Schmuckbiene (Epeoloides coecutiens) gehört zur Familie der Echten Bienen (Apidae) und ist die einzige Art ihrer Gattung in Mitteleuropa. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst Deutschland, Österreich, Belgien und die Schweiz, wobei sie als spezialisierter Kleptoparasit (Kuckucksbiene) der Schenkelbienen lebt. Sie erreicht eine Körperlänge von etwa 8 bis 10 Millimetern und ist an der charakteristischen Färbung des Hinterleibs erkennbar. Diese Art ist ökologisch streng an das Vorkommen ihrer Wirtsbienen und spezifischer Nektarpflanzen gebunden, was sie empfindlich gegenüber Lebensraumveränderungen macht.
3 Pflanzen dienen als Nahrung für die Larven
6 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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