Bild folgtKI-generierte IllustrationDescurainia sophia
Auch bekannt als: Sophienrauke, Sophienkraut, Besenrauke
13
Arten
interagieren
16
Interaktionen
dokumentiert
9
Wirtsbeziehungen
Arten
Auffällig sind die fein fiederteiligen (tief eingeschnittenen) Blätter und die zierlichen, blassgelben Blütenstände der Gewöhnlichen Besenrauke (Descurainia sophia). Als Biologe schätze ich sie besonders, weil sie eine unverzichtbare Lebensgrundlage für spezialisierte Falter bietet. In deinem Garten dient sie unter anderem dem Kleinen Kohlweißling (Pieris rapae) und der Karden-Sonneneule (Heliothis viriplaca) als wichtige Kinderstube. Wenn du ihr ein sonniges Eckchen gönnst, förderst du aktiv die Artenvielfalt direkt vor deiner Haustür. Du machst hier alles richtig, wenn du diesem Wildkraut Raum zur Entfaltung gibst.
Unverzichtbare Kinderstube: Raupenfutter für acht heimische Schmetterlingsarten.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Diese Pflanze ist ein wahrer Magnet für Schmetterlinge. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren besonders der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) und die Gammaeule (Autographa gamma) von ihrem Angebot. Für die Raupenwelt ist sie essenziell: Arten wie die Meldenflureule, der Jakobskrautbär (Tyria jacobaeae) und der Braunbinden-Blattspanner (Catarhoe cuculata) nutzen sie als Futterpflanze. Auch Käfer wie der Rotbeinige Feldlaufkäfer oder Harpalus affinis besuchen die Bestände regelmäßig. Im Winter bieten die verbliebenen Samenstände zudem eine wichtige Nahrungsreserve für die heimische Vogelwelt.
Die Gewöhnliche Besenrauke ist nicht als kindersicher eingestuft und sollte daher nicht direkt an Kinderspielbereichen gepflanzt werden. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht bei genauer Betrachtung der fein gefiederten Blätter kaum. Dennoch empfiehlt es sich, im naturnahen Garten Kinder grundsätzlich im achtsamen Umgang mit Wildpflanzen anzuleiten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.4 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Boden: Die Pflanze ist ein Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) und kommt mit normalem, durchlässigem Gartenboden bestens zurecht.
Feuchtigkeit: Sie bevorzugt trockene Verhältnisse und verträgt sommerliche Hitzeperioden ohne zusätzliche Wassergaben.
Pflanzzeit: Setze die Besenrauke von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, sofern der Boden offen und frostfrei ist.
Pflege: Die Art ist sehr genügsam; ein Rückschnitt sollte erst im Spätwinter erfolgen, um Tieren Rückzugsorte zu lassen.
Vermehrung: Sie versamt sich an geeigneten Stellen meist von selbst, was für ein natürliches, dynamisches Gartenbild sorgt.
Kombinationsempfehlung: Eine ideale Partnerin ist die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium).
Ökologische Begründung: Beide Arten teilen sich ähnliche Standortansprüche an Licht und Boden und ergänzen sich hervorragend als Nahrungsquelle für bodenbewohnende Insekten und Flieger.
Die Gewöhnliche Besenrauke gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) weit verbreitet. Sie besiedelt bevorzugt Ruderalstandorte (unbebaute, vom Menschen beeinflusste Flächen) und Wegränder auf trockenem Grund. Charakteristisch ist ihr aufrechter, oft reich verzweigter Wuchs mit sehr kleinen Blüten. Die Pflanze gilt laut Roter Liste als ungefährdet, was sie zu einem stabilen und verlässlichen Bestandteil unserer heimischen Flora macht.
1 Arten interagieren mit dieser Pflanze
9 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →