Bild folgtKI-generierte IllustrationCruciata laevipes
Auch bekannt als: Gemeines Kreuzlabkraut, Gewöhnliches Kreuzlabkraut
20
Arten
interagieren
24
Interaktionen
dokumentiert
An den markanten vierblättrigen Blattquirlen, aus deren Achseln kleine, honigduftende, gelbe Blütenbüschel entspringen, lässt sich das Gewimperte Kreuzlabkraut sofort erkennen. In deinem Naturgarten spielt diese Pflanze eine wichtige Rolle als verlässliche Nektarquelle für Schmetterlinge wie den Rotklee-Bläuling (Cyaniris semiargus) und den Heufalter (Coenonympha pamphilus). Auch der seltene Schwarze Apollo (Parnassius mnemosyne) besucht die Blüten gerne. Mit dieser Wahl förderst du gezielt die Artenvielfalt in den halbschattigen Bereichen deines Gartens. Du machst hier alles richtig, wenn du einen robusten, heimischen Blüher suchst, der wenig Arbeit macht.
Nektarspender für den seltenen Schwarzen Apollo von April bis September.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Pflanze eine wichtige Anlaufstelle für spezialisierte Insekten. Besonders profitiert der Rotklee-Bläuling (Cyaniris semiargus), der hier Nektar findet. Auch der Heufalter (Coenonympha pamphilus) und der Schwarze Apollo (Parnassius mnemosyne) zählen zu den regelmäßigen Besuchern. Neben Schmetterlingen nutzen Käfer wie der Bläulichviolette Tatzenkäfer (Timarcha goettingensis) das Kraut. Die dichte Struktur der Pflanze dient zudem der Blumenkrabbenspinne (Misumena vatia) als Jagdrevier. Da die Blütezeit von April bis September reicht, bietet sie über viele Monate hinweg eine stabile Nahrungsgrundlage.
Bitte beachte, dass das Gewimperte Kreuzlabkraut als nicht kindersicher eingestuft wird; ein Verzehr der Pflanzenteile sollte daher vermieden werden. Eine Verwechslung mit dem Echten Labkraut (Galium verum) ist möglich, dieses hat jedoch schmalere, nadelartige Blätter. Das Gewimperte Kreuzlabkraut erkennst du sicher an seinen deutlich breiteren, behaarten Blättern.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.39 m
Wähle einen Standort im Halbschatten, idealerweise am Rand von Gehölzen oder in einer frischen Wiese.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein. Als Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) kommt sie mit normalem Gartenboden hervorragend zurecht.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Da die Pflanze eine AM-Mykorrhiza (Pilzsymbiose) nutzt, solltest du auf mineralische Kunstdünger verzichten, um die Bodenpilze nicht zu schädigen.
Gießen ist in der Regel nur bei extremer Trockenheit notwendig.
Eine Vermehrung erfolgt unkompliziert über die kurzen Wurzelausläufer oder durch Selbstaussaat.
Ein Rückschnitt im Herbst ist nicht zwingend erforderlich; das Stehenlassen schützt die Basis vor Frost.
Eine gute Partnerin ist der Wald-Ziest (Stachys sylvatica) – beide teilen ähnliche Standortansprüche im halbschattigen Saum und ergänzen sich ökologisch perfekt.
Das Gewimperte Kreuzlabkraut (Cruciata laevipes) gehört zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 ohne direktes menschliches Zutun oder durch frühen Ackerbau eingewandert ist) besiedelt es bevorzugt frische Wiesen und Waldränder. Typisch für diese Art sind die behaarten Stängel und Blätter, die in den namengebenden Kreuzformen angeordnet sind. Es geht eine AM-Mykorrhiza (eine Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen) ein, was die Nährstoffaufnahme aus dem Boden optimiert.
11 Arten interagieren mit dieser Pflanze
9 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →