Bild folgtKI-generierte IllustrationCrocidura suaveolens (Pallas, 1811)
Die kleine Gartenspitzmaus (Crocidura suaveolens) erkennt man an ihrer rüsselartig verlängerten Schnauze, dem graubraunen Rücken und der charakteristischen, wuseligen Fortbewegungsweise. Dieses zierliche Säugetier ist deutlich kleiner als eine Hausmaus und trägt am Schwanz auffällig abstehende, lange Wimperhaare. In Ihrem Garten bewohnt dieser heimische Nützling bevorzugt geschützte Nischen in Trockenmauern (ohne Mörtel geschichtete Steinwände) oder dichte Haufen aus Totholz. Als spezialisierter Insektenfresser (Tier, das vorwiegend wirbellose Tiere frisst) ernährt sie sich von Käfern, Larven und anderen Kleintieren. Wegen ihrer hohen Stoffwechselrate (Tempo der Energieverbrennung) muss sie fast ununterbrochen fressen, um zu überleben. Sie hält keinen Winterschlaf (Ruhezustand mit abgesenkter Temperatur), sondern ist auch bei Frost aktiv. Den Winter überlebt sie, indem sie in der wärmeren Laubschicht nach verbliebenen Insekten sucht. Sie können ihr helfen, indem Sie im Herbst Laub unter Sträuchern liegen lassen. Ein giftfreies Gärtnern schont ihre lebenswichtigen Nahrungsquellen. Sollte sie sich in einen Schuppen verirren, lassen Sie ihr einfach einen kleinen Spalt zum Hinausschlüpfen.
Die Gartenspitzmaus ist nach dem Naturschutzrecht geschützt und darf nicht gefangen oder bekämpft werden. Für Menschen ist sie völlig harmlos und nicht giftig, kann aber bei extremer Bedrängnis zur Verteidigung zubeißen. Falls ein Tier im Haus gefunden wird, sollte es vorsichtig mit einem Karton nach draußen gebracht werden.
Die Gartenspitzmaus (Crocidura suaveolens) ist ein Vertreter der Familie Soricidae und gehört zur Gruppe der Weißzahnspitzmäuse. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Deutschland, Österreich und die Schweiz, wobei sie vor allem warme, offene Habitate und Siedlungsnähe bevorzugt. Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 50 bis 75 Millimetern gehört sie zu den kleineren Säugetieren unserer Region. Ein markantes Merkmal sind die rein weißen Zähne, denen die rötlichen Eiseneinlagerungen anderer Spitzmausarten fehlen. Sie führt eine überwiegend dämmerungsaktive Lebensweise.
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•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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