Bild folgtKI-generierte IllustrationWisteria sinensis
Auch bekannt als: Chinesischer Blauregen
10
Arten
interagieren
15
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
An den herabhängenden, violetten Blütentrauben lässt sich der Blauregen (Wisteria sinensis) sofort erkennen. Diese kräftige Schlingpflanze verwandelt Fassaden im Frühjahr in ein duftendes Blütenmeer. Für deinen Naturgarten ist sie wertvoll, da sie Faltern wie dem Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) und der Blauen Holzbiene (Xylocopa violacea) wichtige Nahrung bietet. Auch der Rostspinner (Orgyia antiqua) nutzt sie als Lebensraum. Wenn du ihr einen stabilen Halt gibst, hast du eine treue Begleiterin für viele Jahre. Mit dem richtigen Schnitt förderst du die Artenvielfalt direkt an deiner Hauswand.
Magnet für die Blaue Holzbiene: Duftende Blütenpracht von April bis Juni.
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Der Blauregen ist eine wertvolle Tankstelle für verschiedene Insekten. Besonders profitieren Schmetterlinge wie der Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) sowie die Arten Polyommatus fulgens und Polyommatus humedasae von dem Nektarangebot. Auch für Wildbienen ist die Pflanze von großer Bedeutung: Die imposante Blaue Holzbiene (Xylocopa violacea) schätzt die kräftigen Blüten sehr. Neben der Westlichen Honigbiene (Apis mellifera) besucht auch der Rostspinner (Orgyia antiqua) diesen Kletterkünstler. Da die Blütezeit bereits im April beginnt, schließt der Blauregen eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot des zeitigen Jahres.
Der Blauregen ist als nicht kindersicher eingestuft. Alle Pflanzenteile, insbesondere die Samen in den Hülsenfrüchten, sind für Menschen und Haustiere giftig. Achte darauf, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Jun
Bioregion
Continental
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
20 m
Wähle für deinen Blauregen einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit tiefgründigem Boden.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November.
Achte darauf, dass der Boden beim Einsetzen frostfrei und offen ist.
Da die Pflanze sehr kräftig schlingt, benötigt sie unbedingt ein stabiles Gerüst oder eine massive Pergola.
Ein regelmäßiger Rückschnitt der Seitentriebe im Februar fördert die Blütenbildung für das Frühjahr.
Halte die Erde gleichmäßig feucht, besonders bei jungen Pflanzen in Trockenperioden.
Die Vermehrung gelingt am sichersten über Absenker im Frühling.
Düngung ist meist nur auf sehr mageren Standorten notwendig.
Eine gute Begleitpflanze ist die Gewöhnliche Schafgarbe (Achillea millefolium).
Diese ökologische Kombination funktioniert gut, da beide sonnige Plätze schätzen und die Schafgarbe den Boden am Fuß des Blauregens schützt.
Der Blauregen (Wisteria sinensis) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). In unserer Region in Deutschland, Österreich und der Schweiz gilt er laut Datenlage als heimisch. Als ausdauernde Holzpflanze bildet er kräftige Stämme aus, die sich im Uhrzeigersinn um Rankhilfen winden. Typisch sind die unpaarig gefiederten Blätter und die Schmetterlingsblüten, die in dichten, hängenden Trauben angeordnet sind. Er nutzt eine arbuskuläre Mykorrhiza (AM), also eine nützliche Pilzsymbiose im Wurzelraum zur besseren Nährstoffaufnahme.
7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →