Bild folgtKI-generierte IllustrationCardamine hirsuta
Auch bekannt als: Behaartes Schaumkraut, Gartenschaumkraut, Vielstengeliges Schaumkraut, Ruderal-Schaumkraut, Vielstängel-Schaumkraut
8
Arten
interagieren
12
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst das Viermännige Schaumkraut (Cardamine hirsuta) an seiner flachen Blattrosette und den winzigen weißen Blüten, die oft schon am Ende des Winters erscheinen. Diese Art ist für den Naturgarten von großer Bedeutung, da sie nach aktuellen Bestäubungsdaten eine der ersten Futterquellen für die Acker-Schmalbiene (Lasioglossum pauxillum) darstellt. Zudem dient sie als wichtige Raupenfutterpflanze für den Rapsweißling (Pieris napi). In deinem Garten zeigt sie dir an, wo der Boden besonders nährstoffreich ist. Schau beim nächsten Jäten einmal genauer hin, bevor du sie als Unkraut entfernst, denn sie ist ein wertvoller Mosaikstein für deine lokale Artenvielfalt.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren verschiedene Insektengruppen von den frühen Blüten, darunter die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) und die Honigbiene (Apis mellifera). Besonders hervorzuheben ist die Bedeutung als Raupenfutterpflanze für Schmetterlinge wie den Rapsweißling (Pieris napi) und den Wellenbindigen (einen Spanner). Auch der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) nutzt die Pflanze als Nektarquelle. Die früh reifenden Samen bieten kleinen Vögeln im Frühsommer eine erste Energiequelle. Durch ihre frühe Aktivitätsphase schließt sie eine kritische Nahrungslücke im Vorfrühling.
Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten. Die Pflanze wird in der Datenbank als nicht kindersicher eingestuft, weshalb Kleinkinder beim Spielen im Garten zur Vorsicht angehalten werden sollten, auch wenn keine spezifischen Giftstoffe bekannt sind. In der Regel verhält sich die Art völlig unproblematisch gegenüber Haustieren.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mär – Jun
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.12 m
Das Viermännige Schaumkraut bevorzugt einen Standort im Halbschatten (halbtägige Besonnung).
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein und eine gute Nährstoffversorgung aufweisen, da die Pflanze ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) ist.
Eine gezielte Pflanzung kann im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst bis Ende November erfolgen.
Meist siedelt sich die Art von selbst an und vermehrt sich durch ihre Wurfsamen.
Da sie nur kurzlebig ist, ist kein Rückschnitt erforderlich.
Im Garten lässt man sie am besten gewähren, da sie kaum Platz wegnimmt und lückige Stellen schließt.
Eine Düngung ist in normalen Gartenböden nicht notwendig, da sie vorhandene Nährstoffe effizient nutzt.
Gute Partnerin: Die Echte Schlüsselblume (Primula veris). Beide teilen die Vorliebe für nährstoffreiche Standorte und ergänzen sich in der frühen Blütezeit als Insektennahrung.
Das Viermännige Schaumkraut gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als indigen (einheimisch) oder als Archäophyt (eine vor 1492 eingeführte Art) weit verbreitet. Typischerweise besiedelt es lichte Standorte mit frischen (mäßig feuchten) und nährstoffreichen Böden. Ein morphologisches Merkmal sind die namensgebenden vier Staubblätter in der Blüte, während die meisten Verwandten sechs besitzen. Die Pflanze wächst meist einjährig oder winterannuell (im Herbst keimend und im Frühjahr blühend).
2 Videos zu Viermänniges Schaumkraut


4 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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