Bild folgtKI-generierte IllustrationBothriochloa ischaemum
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Du erkennst das Bartgras an seinen auffällig rötlich-violett überlaufenen Halmen und den fingerförmig angeordneten Ähren, die an eine kleine Hand erinnern. In Deinem Garten ist dieses Gras ein echter Spezialist für karge Sonnenplätze, der mit zunehmender Hitze immer schöner wird. Als Futterpflanze ist es unverzichtbar für seltene Falter wie den Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) oder den Gelbwürfeligen Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon). Wenn Du eine Fläche hast, auf der sonst kaum etwas wächst, ist dieses Gras die ideale Wahl. Probiere es ruhig aus, es ist erstaunlich langlebig.
Ein wahrer Überlebenskünstler und die wichtigste Kinderstube für Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist das Bartgras eine zentrale Raupenfutterpflanze für verschiedene Dickkopffalter. Besonders der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) und der Gelbwürfelige Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) nutzen die Blätter zur Eiablage. Auch seltenere Arten wie der Schwarzfleckige Golddickkopffalter (Carterocephalus silvicola) profitieren von dieser Grasart. Im Winter dienen die stehengelassenen Samenstände als wichtige Futterquelle für Vögel. Durch die Symbiose mit Bodenpilzen verbessert das Gras zudem die Bodenstruktur auf trockenen Standorten, ohne auf künstliche Bewässerung angewiesen zu sein.
Achtung, das Bartgras ist nicht als kindersicher eingestuft. Die Blattränder und die feinen Grannen (borstenartige Fortsätze an den Samen) können bei unvorsichtigem Kontakt kleine Hautreizungen oder Schnitte verursachen. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten, da das Gras selbst ungiftig ist.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.36 m
Das Bartgras ist ein Kind der Sonne und liebt es extrem trocken und warm.
Standort: Wähle den sonnigsten Platz im Garten, idealerweise auf kalkhaltigem, magerem Boden.
Boden: Der Boden sollte gut durchlässig sein; Staunässe verträgt die Pflanze gar nicht.
Pflanzzeit: Setze das Gras am besten von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Dünger ist absolut tabu, da das Gras sonst seine Standfestigkeit verliert.
Rückschnitt: Schneide die Halme erst im späten Frühjahr zurück, damit die Pflanze im Winter geschützt ist.
Vermehrung: Eine Teilung des Horstes ist im Frühjahr möglich.
Kombination: Eine wunderbare Nachbarin ist die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) – beide teilen die Vorliebe für heiße Standorte und bieten zusammen einen wertvollen Lebensraum für Trockenhaustiere.
Das Bartgras (Bothriochloa ischaemum) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sonnige Böschungen. Botanisch zeichnet es sich durch behaarte Knoten an den Halmen und eine fingerförmige Anordnung der Blütenstände aus. Es bildet eine Mykorrhiza (eine Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen) vom Typ AM (Arbuskuläre Mykorrhiza) aus, was ihm hilft, Nährstoffe aus mageren Böden effizient aufzunehmen.
39 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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