Bild folgtKI-generierte IllustrationAquilegia vulgaris agg.
Artengruppe
11
Arten
interagieren
12
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst die Gewöhnliche Akelei (Aquilegia vulgaris agg.) sofort an ihren charakteristischen, glockenförmigen Blüten mit den auffälligen, nach hinten gebogenen Spornen und dem dreiteilig gefiederten Laub. Sie ist ein wertvoller Bestandteil naturnaher Gärten, da sie bereits auf der Vorwarnliste (Kategorie V) der Roten Liste steht und somit unter Beobachtung für eine Gefährdung steht. Besonders für langrüsselige Bestäuber wie die Mooshummel (Bombus muscorum) und die Baumhummel (Bombus hypnorum) ist sie eine lebenswichtige Tankstelle. Wenn du einen Platz im lichten Schatten hast, ist sie eine der dankbarsten Wildstauden für dich.
Rettungsanker für die Mooshummel: Ein Klassiker auf der Vorwarnliste.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Akelei besonders für Hummeln von großer Bedeutung. Durch die tiefen Blütenkelche profitieren vor allem Arten mit langen Rüsseln, wie die Baumhummel (Bombus hypnorum) und die seltener werdende Mooshummel (Bombus muscorum). Aber auch die Erdhummel (Bombus terrestris) besucht die Blüten regelmäßig. Die Honigbiene (Apis mellifera) nutzt das Angebot ebenfalls als Nektarquelle. Da die Art auf der Vorwarnliste (V) steht, leistest du mit ihrer Ansiedlung im Garten einen direkten Beitrag zum Erhalt dieser schützenswerten Wildpflanze.
Die Gewöhnliche Akelei (Aquilegia vulgaris agg.) ist in allen Pflanzenteilen giftig und daher ausdrücklich nicht als kindersicher eingestuft. Sie enthält Inhaltsstoffe, die bei Verzehr zu Übelkeit und Erbrechen führen können. Eine Verwechslungsgefahr mit essbaren Wildkräutern besteht aufgrund der sehr markanten Blattform und der typischen Blütenform kaum.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.55 m
Wähle einen Standort im Halbschatten (halbtägig Sonne oder lichter Schatten), damit die Pflanze nicht austrocknet.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) und ein Mittelzehrer (normaler Gartenboden mit mäßigem Nährstoffgehalt) sein.
Die beste Pflanzzeit ist von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Achte darauf, den Boden nicht vollständig austrocknen zu lassen, besonders während der Blütezeit.
Die Vermehrung übernimmt die Akelei meist selbst durch Selbstaussaat, was den natürlichen Charakter deines Gartens unterstreicht.
Ein Rückschnitt nach der Blüte verhindert die Aussaat, falls du eine unkontrollierte Ausbreitung stoppen möchtest.
Da sie ein Kaltkeimer (Samen benötigen einen Kälteimpuls zum Keimen) ist, sät sie sich am besten im Herbst von selbst aus.
Als gute Nachbarin empfehle ich den Wald-Storchschnabel (Geranium sylvaticum).
Beide Arten teilen sich den Vorzug für frische, halbschattige Standorte und bilden eine ökologisch wertvolle Pflanzengesellschaft.
Die Gewöhnliche Akelei (Aquilegia vulgaris agg.) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist sie als heimische Art (indigen) weit verbreitet, besiedelt aber vorrangig lichte Laubwälder und Waldränder. Morphologisch (vom äußeren Erscheinungsbild her) zeichnet sie sich durch ihre komplex aufgebauten Blüten aus, die Nektar tief in ihren Spornen verbergen. Trotz ihrer filigranen Erscheinung ist sie eine ausdauernde Staude, die über Jahre hinweg an ihrem Standort verbleibt.
1 Video zu Gewöhnliche Akelei (Artengruppe)

9 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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