Bild folgtKI-generierte IllustrationAposeris foetida
Auch bekannt als: Hyoseris foetida
20
Arten
interagieren
59
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem faellt der Hainsalat (Aposeris foetida) durch seine leuchtend gelben Korbblueten auf, die einzeln an blattlosen Stielen ueber einer Rosette aus tief gezahnten Blaettern stehen. Wer die Pflanze beruehrt oder zerreibt, bemerkt sofort den strengen, namensgebenden Geruch. In deinem Naturgarten ist er eine wertvolle Bereicherung fuer schattige Plaetze, da er als Fruehblueher bereits ab Maerz wichtige Nahrung fuer Insekten wie den Kaefer (Byturus ochraceus) bietet. Er besetzt Nischen unter Baeumen, wo viele andere Arten scheitern. Wenn du eine naturnahe Schattenecke gestalten willst, ist dieser ausdauernde Wald-Ureinwohner genau der Richtige fuer dich.
Sonnengelbe Waldmagie fuer den Schatten: Blueht unermuedlich von Maerz bis September.
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Mit einer beeindruckend langen Bluetezeit von Maerz bis September dient der Hainsalat als konstante Tankstelle im Schattenreich. Nach aktuellen Bestaeubungsdaten profitiert besonders der Kaefer (Byturus ochraceus) von den offen dargebotenen Pollen- und Nektarvorraeten. Da die Art auch in schattigen Lagen blueht, schliesst sie eine wichtige Luecke fuer Insekten, die im kühleren Waldklima aktiv sind. In den Wintermonaten bieten die stehengelassenen Samenstaende Nahrung fuer kleine Singvoegel. Als einheimischer Archaeophyt (Pflanze, die vor 1492 eingefuehrt wurde oder hier entstand) ist er tief in das oekologische Netz unserer Waldgesellschaften eingewoben.
Der Hainsalat wird als nicht kindersicher eingestuft. Der im Stiel und in den Blaettern enthaltene Milchsaft kann bei Hautkontakt Reizungen verursachen und schmeckt zudem extrem bitter, was den Verzehr unwahrscheinlich macht. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten besteht aufgrund der typischen Blattform und des strengen Geruchs praktisch nicht.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mär – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.11 m
Standort: Waehle einen Platz im Schatten, da die Pflanze an Waldlichtungen angepasst ist.
Boden: Er gedeiht am besten auf einem Mittelzehrer-Boden (normaler Gartenboden mit mittlerem Naehrstoffgehalt), der frisch (maeßig feucht) sein sollte.
Pflanzzeit: Die beste Zeit zum Setzen ist von Maerz bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Der Hainsalat ist extrem pflegeleicht. Lass herbstliches Laub als natuerlichen Mulch liegen, das schuetzt die Rosetten.
Vermehrung: Er breitet sich an geeigneten Stellen durch kurze Auslaeufer und Selbstaussaat aus.
Wuchs: Er bleibt niedrig und eignet sich daher hervorragend als Vordergrundbepflanzung.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist die Wald-Anemone (Anemone sylvestris) – beide teilen aehnliche Standortansprueche an halbschattige, kalkreiche Plaetze und ergaenzen sich in der fruehen Bluetezeit oekologisch perfekt.
Der Hainsalat (Aposeris foetida) ist ein Vertreter der Korbbluetler (Asteraceae) und gehoert zur Unterfamilie der Wegwarten-Verwandten. Er ist in Mitteleuropa, insbesondere in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz, indigen (einheimisch) und besiedelt bevorzugt krautreiche Buchenwaelder. Die Pflanze ist ein Hemikryptophyt (ueberwintert mit Knospen an der Erdoberflaeche) und zeichnet sich durch einen weissen Milchsaft aus. Typisch sind die grundstaendigen Blattrosetten, die auf kalkhaltigen, frischen Boeden dichte Teppiche bilden koennen.
14 Arten interagieren mit dieser Pflanze
6 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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