Bild folgtKI-generierte IllustrationAnthoxanthum nipponicum
Auch bekannt als: Anthoxanthum nipponicum
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Arten
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Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst das Alpen-Ruchgras an seinen schmalen, goldgelb glänzenden Ähren und dem intensiven Duft nach frischem Heu, den die Pflanze beim Trocknen verströmt. Dieses zierliche Süßgras ist eine Bereicherung für naturnahe Gärten, da es wichtige Lebensräume für spezialisierte Schmetterlinge schafft. Besonders die Raupen des Spiegelfleck-Dickkopffalters (Heteropterus morpheus) und des Gelbbunten Dickkopffalters (Carterocephalus palaemon) sind auf Gräser wie dieses als Futterquelle angewiesen. Da es in kühleren Lagen und Gebirgsregionen zu Hause ist, bringt es alpine Natürlichkeit direkt in dein Beet. Es ist anspruchslos und fügt sich wunderbar in lockere Pflanzungen ein. Hast du in deinem Garten noch ein sonniges, eher mageres Plätzchen für diesen heimischen Duftspender frei?
Heuduft im Garten: Die duftende Kinderstube für seltene Dickkopffalter.
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Dieses Gras ist ein wichtiger Baustein für den Erhalt unserer heimischen Faltervielfalt. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren insbesondere zahlreiche Dickkopffalter von dieser Art. Die Raupen des Gelbwürfeligen Dickkopffalters (Carterocephalus silvicola) und des Rostfarbenen Dickkopffalters (Ochlodes sylvanus) nutzen die Blätter als essenzielle Nahrungsgrundlage. Auch seltenere Arten wie der Spiegel-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) finden hier einen Lebensraum. Im Winter bieten die stehengelassenen Halme Schutz für überwinternde Insektenstadien. Da das Alpen-Ruchgras bei uns heimisch ist, sind die hiesigen Insektengemeinschaften perfekt auf diese Pflanze eingespielt.
Bitte beachte, dass das Alpen-Ruchgras als nicht kindersicher eingestuft wird, da der Verzehr größerer Mengen Unverträglichkeiten auslösen kann und die Blattränder scharf sein können. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240. Für die normale Gartenarbeit ist der Umgang jedoch unbedenklich.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
Mai – Aug
Das Alpen-Ruchgras bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit eher kühlem Kleinklima. Der Boden sollte durchlässig und nicht zu nährstoffreich sein, da es als Magerkeit liebend gilt. * Pflanzzeit: Setze das Gras zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist. * Wässerung: Achte darauf, dass die Erde in der Anwachsphase gleichmäßig feucht bleibt; später übersteht es auch kurze Trockenperioden. * Dünger: Auf zusätzlichen Dünger kannst du verzichten, da die Pflanze an nährstoffarme Bedingungen angepasst ist. * Pflege: Schneide die vertrockneten Halme erst im zeitigen Frühjahr zurück, damit Insekten darin überwintern können. * Vermehrung: Du kannst die Horste im Frühjahr einfach mit dem Spaten teilen. * Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist die Berg-Aster (Aster amellus). Beide teilen ähnliche Standortansprüche an eher kühle, kalkhaltige Böden und ergänzen sich ökologisch perfekt: Das Gras dient als Raupenfutter, während die Aster später im Jahr Nektar für Falter bietet.
Das Alpen-Ruchgras gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in den Bergregionen von Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Als indigene (vorkommende, ohne menschlichen Einfluss eingewanderte) Art wächst es typischerweise auf Bergwiesen und in lichten Wäldern. Es bildet lockere Horste (büschelartiger Wuchs) und erreicht moderate Höhen, was es im Vergleich zu anderen Gräsern sehr gartenwürdig macht. Eine Besonderheit ist die Symbiose mit AM-Mykorrhiza (bestimmte Bodenpilze), die die Wurzeln bei der Nährstoffaufnahme unterstützen und die Pflanze widerstandsfähiger gegen Stress machen.
1 Video zu Alpen-Ruchgras

39 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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