
Antennaria dioica
Auch bekannt als: Gnaphalium dioicum
16
Arten
interagieren
18
Interaktionen
dokumentiert
An den silbrig-weiß filzigen Blättern und den weichen, wie kleine Pfoten wirkenden Blütenköpfen lässt sich das Gewöhnliche Katzenpfötchen (Antennaria dioica) sofort erkennen. In deinem Naturgarten ist dieser Überlebenskünstler ein wertvoller Baustein für den Artenschutz, da er auf der Roten Liste mit der Stufe 3 als gefährdet eingestuft wird. Besonders der Grüne Zipfelfalter (Callophrys rubi) und die solitäre Faltenwespe Ancistrocerus trifasciatus (Müller, 1776) profitieren von seinem Vorhandensein. Durch seine Ausläufer bildet es dichte Matten und schützt so den Boden vor Austrocknung. Wenn du einen sonnigen, mageren Platz hast, leistest du mit dieser Pflanze einen echten Beitrag zum Erhalt unserer heimischen Vielfalt.
Gefährdete Schönheit: Eine flauschige Überlebenskünstlerin für magere Sonnenplätze.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Katzenpfötchen eine wichtige Anlaufstelle für spezialisierte Insekten. Der Grüne Zipfelfalter (Callophrys rubi) nutzt die Pflanze ebenso wie die solitäre Faltenwespe Ancistrocerus trifasciatus (Müller, 1776). Interessanterweise finden sich oft die Schwarzgraue Wegameise (Lasius niger) und die Rasenameise (Tetramorium caespitum) in direkter Gemeinschaft mit der Pflanze. Sogar der Schwertlilienrüssler (Mononychus punctumalbum) wurde als Besucher dokumentiert. Da die Blütezeit von Mai bis September reicht, bietet sie über viele Monate hinweg eine verlässliche Nahrungsquelle. Für die heimische Fauna in mageren Lebensräumen ist diese Staude ein unverzichtbarer Bestandteil der Nahrungskette.
Das Gewöhnliche Katzenpfötchen wird als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine schweren Vergiftungserscheinungen bekannt sind, solltest du darauf achten, dass Kinder keine Pflanzenteile verzehren. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund der charakteristischen, silbrigen Behaarung und der polsterartigen Wuchsform in unseren Gärten nicht.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.12 m
Wähle einen Standort in der vollen Sonne, da die Pflanze viel Licht benötigt.
Der Boden muss sehr nährstoffarm, sandig und gut durchlässig sein.
Staunässe (stehendes Wasser) verträgt das Katzenpfötchen nicht, sorge daher für einen guten Wasserabfluss.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November.
Einmal angewachsen, kommt die Staude mit extremer Trockenheit zurecht und muss kaum gegossen werden.
Auf Düngergaben solltest du komplett verzichten, da die Pflanze sonst von wüchsigen Gräsern unterdrückt wird.
Du kannst das Katzenpfötchen leicht vermehren, indem du die bewurzelten Ausläufer im Frühling abtrennst.
Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich; das Stehenlassen der Fruchtstände dient als Winterschutz für Insekten.
Da es ein Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder indigen ist) ist, passt es perfekt in naturnahe Pflanzungen.
Gute Partnerin: Die Besenheide (Calluna vulgaris) – beide teilen die Vorliebe für saure, magere Böden und bilden zusammen ein harmonisches Bild.
Das Gewöhnliche Katzenpfötchen gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Als typischer Bewohner von Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und Heidelandschaften ist es an nährstoffarme Bedingungen perfekt angepasst. Die Pflanze wächst ausdauernd und erreicht Wuchshöhen von etwa 5 bis 20 Zentimetern. Ein biologisches Merkmal ist die Zweihäusigkeit (diözisch), was bedeutet, dass es getrennte männliche und weibliche Individuen gibt, deren Blüten sich optisch leicht unterscheiden.
7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
9 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_503344032
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