Bild folgtKI-generierte IllustrationAlopecurus rendlei
Auch bekannt als: Alopecurus rendlei
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Arten
interagieren
46
Interaktionen
dokumentiert
Typisch für den Aufgeblasenen Fuchsschwanz sind seine bauchig erweiterten Blattscheiden (Schutzhüllen um den Halm), die ihm im oberen Bereich ein fast aufgepumptes Aussehen verleihen. Dieses seltene Gras ist ein wahrer Schatz für den Naturgarten, da es auf der Roten Liste der gefährdeten Arten steht und in der freien Natur vom Aussterben bedroht ist. Besonders Dickkopffalter wie der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) oder der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) profitieren von seinem Vorkommen. Mit der Ansiedlung dieser Pflanze leistest du einen direkten Beitrag zum Artenschutz in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Schau genau hin, wie sich dieses architektonisch spannende Gras in dein Gartenbild einfügt.
Rote-Liste-Rarität: Ein sicherer Hafen für seltene Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieses Gras eine wertvolle Ressource für Schmetterlinge, insbesondere für die Gruppe der Dickkopffalter. Arten wie der Gelbwürfelige Dickkopffalter (Carterocephalus silvicola), der Buntfarbige Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) und der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) nutzen die Bestände. Auch seltenere Wanderfalter wie der Schwarzbraune Dickkopffalter (Gegenes nostrodamus) oder Pelopidas thrax finden hier eine Lebensgrundlage. Da die Art mit dem Status Rote Liste 1 extrem gefährdet ist, bietet dein Garten einen wichtigen Rückzugsort. Im Winter dienen die ausgereiften Samen zudem als Nahrung für heimische Singvögel.
Der Aufgeblasene Fuchsschwanz wird als nicht kindersicher eingestuft. Zwar ist das Gras nicht als giftig bekannt, aber die Grannen (borstenartige Fortsätze an den Ähren) und scharfen Halmkanten können bei unsachgemäßem Kontakt mechanische Reizungen der Haut oder Schleimhäute verursachen. Verwechslungsgefahr besteht mit dem Wiesen-Fuchsschwanz (Alopecurus pratensis), der jedoch keine bauchigen Blattscheiden besitzt.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jun
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.25 m
Wähle für das Gras einen sonnigen bis halbschattigen Standort.
Der Boden sollte lehmig und nährstoffreich sein, ideal ist eine Stelle, die im Frühjahr eher feucht ist.
Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange kein Bodenfrost herrscht.
Achte auf eine gute Wasserversorgung, da die Art an wechselfeuchte Bedingungen angepasst ist.
Eine Düngung ist meist nicht nötig, solange der Boden nicht völlig verarmt ist.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über die Selbstaussaat der reifen Samen.
Schneide die vertrockneten Halme erst im späten Frühjahr zurück.
Das Stehenlassen der Struktur im Winter schützt bodennah überwinternde Kleinstlebewesen.
Gute Partnerin: Die Kuckucks-Lichtnelke (Silene flos-cuculi) – beide teilen die Vorliebe für feuchte Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend.
Alopecurus rendlei gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und zur Ordnung der Süßgrasartigen. In unserer Region gilt er als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) oder indigen (ursprünglich heimisch) und ist extrem selten geworden. Sein natürlicher Lebensraum sind wechselfeuchte Wiesen und Äcker. Die Pflanze bildet eine kompakte, ährenförmige Rispe (der dichte Blütenstand am Ende des Halms) aus, die sich deutlich von anderen Fuchsschwanz-Arten unterscheidet.
1 Video zu Aufgeblasener Fuchsschwanz

39 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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