
Agrostis capillaris
Auch bekannt als: Rot-Straußgras, Rotes Straussgras, Rotstraußgras
41
Arten
interagieren
48
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihrem lockeren, rötlich schimmernden Blütenstand lässt sich das Rote Straußgras (Agrostis capillaris) sofort erkennen. Dieses zierliche Süßgras bildet feine Halme und weiche Horste, die deinem Garten eine natürliche Leichtigkeit verleihen. Es ist ökologisch wertvoll, da es als wichtige Kinderstube für Falter wie den Graubindigen Mohrenfalter (Erebia aethiops) dient. Auch spezialisierte Dickkopffalter wie der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) besuchen das Gras regelmäßig. Wenn du eine robuste und heimische Basis für eine Blumenwiese suchst, die wenig Arbeit macht, ist diese Pflanze die ideale Wahl für dich.
Rötlicher Glanz und wichtige Kinderstube für den Graubindigen Mohrenfalter.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist dieses Gras eine unverzichtbare Futterquelle für verschiedene Schmetterlinge. Besonders die Raupen der Doppelpunkt-Hauhecheleule (Mythimna turca) und des Graubindigen Mohrenfalters (Erebia aethiops) sind auf die Blätter angewiesen. Als Bestäuber besuchen unter anderem der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) und der Gelbwürfelige Dickkopffalter (Carterocephalus silvicola) die Bestände. Im Winter bieten die stehengelassenen Halme Schutz für überwinternde Insekten, während die Samenreife eine natürliche Futterquelle für Vögel darstellt.
Es besteht keine nennenswerte Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten in der Gartenkultur. Das Rote Straußgras ist ungiftig, wird jedoch aufgrund der eher harten Halme im trockenen Zustand nicht explizit als Spielpflanze für Kleinkinder empfohlen. Für Haustiere ist es harmlos.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.27 m
Standort: Das Gras bevorzugt einen Platz in der vollen Sonne.
Boden: Ideal ist ein frischer (mäßig feuchter) Boden. Als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) benötigt es keine zusätzliche Düngung in normaler Gartenerde.
Pflanzzeit: Du kannst es im Frühling von März bis Mai oder im Herbst von September bis November pflanzen, solange der Boden frostfrei ist.
Mykorrhiza: Die Pflanze nutzt eine AM-Symbiose (Arbuskuläre Mykorrhiza), also eine Lebensgemeinschaft mit nützlichen Bodenpilzen, die die Nährstoffaufnahme verbessert.
Pflege: Ein Rückschnitt ist im Hausgarten meist nur einmal im Spätwinter nötig, um Platz für den Neuaustrieb zu schaffen.
Vermehrung: Die Art breitet sich moderat über kurze Ausläufer und Samen selbst aus.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea). Beide teilen den Standortanspruch an mäßig feuchte Böden und ergänzen sich optisch hervorragend zu einem natürlichen Wiesenbild.
Das Rote Straußgras gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) innerhalb der Ordnung der Süßgrasartigen. Es ist in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt dort bevorzugt mäßig feuchte Wiesen und lichte Wälder. Charakteristisch ist der ausdauernde Wuchs als Hemikryptophyt (Pflanze, deren Überdauerungsknospen an der Erdoberfläche liegen). Die Pflanze bildet kurze Ausläufer, wodurch sie dichte Rasenstrukturen entwickeln kann, ohne dabei andere Arten aggressiv zu verdrängen.
1 Video zu Rotes Straußgras

39 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_444673664
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