Bild folgtKI-generierte IllustrationVeronica serpyllifolia
Auch bekannt als: Thymina-Ehrenpreis
7
Arten
interagieren
8
Interaktionen
dokumentiert
An den eiförmigen, glänzenden Blättern, die an Thymian erinnern, lässt sich der Quendel-Ehrenpreis (Veronica serpyllifolia) sofort erkennen. Die Pflanze bildet flache, trittfeste Teppiche und zeigt von April bis September kleine, blassblaue bis weiße Blüten mit feinen dunklen Adern. In deinem Naturgarten ist er besonders wertvoll, da er spezialisierte Insekten wie die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) oder den Kleinen Würfel-Dickkopffalter (Pyrgus malvae) mit Nahrung versorgt. Auch wenn er eher unscheinbar wirkt, bietet er über viele Monate hinweg eine verlässliche Anlaufstelle. Du kannst ihn hervorragend als langlebigen Bodendecker in Rasennähe oder auf Wegen einsetzen.
Trittfester Blütenteppich: Nahrung für die Rotbeinige Furchenbiene bis in den Herbst.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieser Ehrenpreis eine wichtige Anlaufstelle für kleine Wildbienen. Besonders die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) und die Breitbindige Schmalbiene (Lasioglossum zonulum) fliegen die Blüten regelmäßig an. Auch Schmetterlinge wie der Kleine Würfel-Dickkopffalter (Pyrgus malvae) nutzen den Nektar als Energielieferanten. Bemerkenswert ist die Verbindung zu Bodenpilzen über die Mykorrhiza (Lebensgemeinschaft zwischen Pilz und Wurzel) vom Typ AM (Arbuskuläre Mykorrhiza), die den Nährstoffaustausch im Boden verbessert. In der Agrarlandschaft wird die Pflanze zudem vom Hausrind (Bos taurus) beweidet, was ihre Robustheit gegenüber mechanischer Belastung belegt.
Der Quendel-Ehrenpreis gilt laut Datenbank als nicht kindersicher. Auch wenn er keine schweren Vergiftungen hervorruft, sollten Kleinkinder darauf hingewiesen werden, die Pflanzenteile nicht in den Mund zu nehmen. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund der charakteristischen Wuchsform und der kleinen Blüten kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.13 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Boden: Er gedeiht am besten auf normalem Gartenboden, er ist ein sogenannter Mittelzehrer (benötigt mäßig viele Nährstoffe).
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, Staunässe mag er jedoch nicht.
Pflanzzeit: Setze ihn am besten zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Die Pflanze ist extrem pflegeleicht und verträgt sogar regelmäßiges Mähen, da sie sehr flach am Boden bleibt.
Vermehrung: Er breitet sich durch kriechende Ausläufer und Selbstaussaat ganz von alleine aus.
Winter: Er ist winterhart und benötigt keinen Frostschutz.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist der Kriechende Günsel (Ajuga reptans). Beide Arten teilen sich ähnliche Standortansprüche an die Bodenfeuchte und ergänzen sich optisch zu einem dichten, blühenden Teppich, der den Boden vor Austrocknung schützt.
Der Quendel-Ehrenpreis (Veronica serpyllifolia) gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz weit verbreitet. Er besiedelt bevorzugt frische Wiesen, Weiden und Trittrasen der gemäßigten Zonen. Ein typisches Merkmal ist der kriechende Wuchs, bei dem die Stängel am Boden wurzeln und dichte Matten bilden. Als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder bereits heimisch war) ist er ein fester Bestandteil unserer heimischen Flora. Die Blüten stehen in endständigen Trauben und heben sich nur leicht über das Laub ab.
5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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