Bild folgtKI-generierte IllustrationVaccinium macrocarpon
Auch bekannt als: Kranichbeere, Kränbeere, Cranberry, Kraanbeere, Kranbeere, Grossfrüchtige Moosbeere
2
Arten
interagieren
4
Interaktionen
dokumentiert
Mit ihren fadenförmigen, kriechenden Trieben und den markanten, nach hinten gebogenen rosa Blütenblättern fällt die Großfrüchtige Moosbeere (Vaccinium macrocarpon) sofort auf. Die Pflanze ist ein Neophyt (nach 1492 eingewanderte Art), der sich in unseren Moorgebieten etabliert hat und dort eine ökologische Nische füllt. Besonders die Honigbiene (Apis mellifera) schätzt das Nektarangebot der späten Blüte sehr. Auch Nützlinge wie der Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) nutzen die bodennahen Geflechte gerne als Rückzugsort. Wenn du eine dauerfeuchte, saure Ecke im Garten hast, kannst du mit ihr ein Stück Moor-Atmosphäre schaffen. Schau doch mal genau hin, ob du die fleißigen Bestäuber an den kleinen Blüten entdeckst.
Immergrüner Moorteppich: Ein robuster Nektarspender für unsere Honigbienen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Pflanze eine wichtige Nahrungsquelle für die Honigbiene (Apis mellifera), die den Nektar der im Frühsommer erscheinenden Blüten sammelt. Durch ihre dichte Wuchsform am Boden bietet sie zudem einen geschützten Lebensraum für räuberische Insekten wie den Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata). Da sie als Neophyt in bestehende Ökosysteme eingewandert ist, dient sie als ergänzendes Nahrungsbiotop, ohne heimische Arten aggressiv zu verdrängen. In strengen Wintern können die am Strauch verbleibenden Beeren eine zusätzliche Futterreserve für Vögel darstellen, wenn andere Quellen bereits erschöpft sind.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jun
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.75 m
Wähle einen vollsonnigen Standort, damit die Pflanze ausreichend Energie für die Fruchtbildung hat.
Der Boden muss zwingend dauerfeucht und extrem nährstoffarm sein (Schwachzehrer).
Da sie kalkempfindlich ist, eignet sich nur saurer Boden mit niedrigem pH-Wert, wie er in Mooren vorkommt.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst bis zum ersten Bodenfrost.
Gießen solltest du ausschließlich mit kalkfreiem Regenwasser, um den sauren Bodenwert zu erhalten.
Eine Vermehrung ist unkompliziert über Absenker möglich, also Triebe, die bei Bodenkontakt eigene Wurzeln bilden.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, du kannst zu lange Ranken aber im Frühjahr einkürzen.
Da sie Ausläufer bildet, dient sie nach einigen Jahren als dichter, unkrautunterdrückender Bodendecker.
Gute Partnerin: Die Glocken-Heide (Erica tetralix) – beide heimische Moorarten teilen die Liebe zu nassen, sauren Standorten und ergänzen sich im Wuchs.
Die Großfrüchtige Moosbeere gehört zur Ordnung der Heidekrautartigen (Ericales) und zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Ursprünglich in Nordamerika beheimatet, ist sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz mittlerweile in Moorgebieten fest eingebürgert. Als immergrüner Zwergstrauch wächst sie niederliegend und bildet dichte, flache Teppiche. Ihre kleinen, ledrigen Blätter sind wintergrün und verfärben sich bei Frost oft dekorativ rötlich. Botanisch interessant sind die Blüten, deren Staubbeutel wie ein Schnabel hervorstehen, was der Pflanze den Namen Kranichbeere einbrachte.
1 Video zu Großfrüchtige Moosbeere

•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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