Bild folgtKI-generierte IllustrationUlmus laevis
Auch bekannt als: Weißrüster, Flatterrüster, Flatter-Rüster
10
Arten
interagieren
11
Interaktionen
dokumentiert
7
Wirtsbeziehungen
Arten
Unverwechselbar ist die Flatter-Ulme an ihren asymmetrischen Blattbasen und den lang gestielten, im Wind „flatternden“ Blütenbüscheln. Als bedrohter Baum unserer Flussauen (Überschwemmungsgebiete) ist sie im Garten ein wertvoller Rückzugsort für spezialisierte Insekten wie den Schwarzfühler-Dickleibspanner (Lycia hirtaria). Sie bietet nicht nur Lebensraum, sondern auch Nahrung für Blattfresser wie den Birkenblattroller (Deporaus betulae) und verschiedene Zahnspinner (Notodontidae). Da sie auf der Vorwarnliste der gefährdeten Arten steht, leistest du mit einer Pflanzung einen echten Beitrag zum Erhalt unserer heimischen Flora. Wenn du einen feuchten Platz im Garten hast, wird dieser Baum schnell zu deinem persönlichen Naturschutzprojekt.
Rettungsanker für Auenbewohner: Die robuste Ulme für schattige Gartenbereiche.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Die Flatter-Ulme ist ein wichtiger ökologischer Baustein, da sie Insekten wie den Nebelschildkäfer (Cassida nebulosa) und den Heufalter (Coenonympha) beherbergt. Besonders für die Raupenentwicklung des Schwarzfühler-Dickleibspanners (Lycia hirtaria) und verschiedener Zahnspinner (Notodontidae) spielt das Laub eine zentrale Rolle. Auch der Birkenblattroller (Deporaus betulae) nutzt die Blätter zur Eiablage. Nach aktuellen Beobachtungsdaten bietet der Baum zudem Nahrung für Vögel, die im Winter die Samen in den Baumkronen suchen. Durch ihre Einstufung in der Roten Liste (Kategorie V) fungiert jeder Gartenbaum als wichtiger Trittstein für den regionalen Artenschutz.
Die Flatter-Ulme wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft, weshalb bei der Standortwahl in Gärten mit kleinen Kindern Vorsicht geboten ist. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Baumarten besteht zwar nicht, jedoch sind die Früchte und Pflanzenteile nicht für den Verzehr geeignet. Die Pflanze selbst enthält keine lebensgefährlichen Toxine, sollte aber rein als Zier- und Ökobaum betrachtet werden.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mär – Apr
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
27.94 m
Wähle für die Flatter-Ulme einen Standort im Schatten, da sie mit wenig Licht sehr gut zurechtkommt.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) und als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) besonders nährstoffreich sein.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder von September bis Ende November, sofern der Boden offen ist.
Da der Baum recht groß wird, solltest du ihm ausreichend Platz einplanen.
Eine Düngung mit Kompost im Frühjahr unterstützt das Wachstum auf magereren Böden.
Schnittmaßnahmen sind in der Regel nicht erforderlich, da die Krone natürlich und ausladend wächst.
Achte in trockenen Sommern auf eine ausreichende Wasserversorgung, da sie keine extreme Trockenheit mag.
Gute Partnerin: Die Gewöhnliche Traubenkirsche (Prunus padus) – beide teilen die Vorliebe für feuchte, nährstoffreiche Standorte und ergänzen sich hervorragend in der Struktur eines naturnahen Gehölzstreifens.
Die Flatter-Ulme (Ulmus laevis) gehört zur Familie der Ulmengewächse (Ulmaceae) und ist in Mitteleuropa indigen (ursprünglich heimisch). Ihr natürlicher Lebensraum sind Hartholzauen (waldreiche Gebiete an Flüssen), die zeitweise überflutet werden. Ein markantes morphologisches Merkmal sind die Brettwurzeln (flügelartige Wurzelanläufe am Stammgrund), die dem Baum auf weichen Böden Stabilität verleihen. Im Gegensatz zu anderen Ulmenarten sind ihre Früchte deutlich behaart und hängen an auffällig langen Stielen, was die Bestimmung auch für Laien einfach macht.
7 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
2 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →