Bild folgtKI-generierte IllustrationTrientalis europaea
Auch bekannt als: Siebenstern, Trientalis europaea
18
Arten
interagieren
33
Interaktionen
dokumentiert
An ihrem Kranz aus meist sieben lanzenförmigen Blättern, aus dessen Mitte eine schneeweiße, sternförmige Blüte ragt, lässt sich der Europäische Siebenstern (Trientalis europaea) sofort erkennen. Diese zierliche Waldpflanze ist ein wahrer Schatz für naturnahe Gärten, da sie spezialisierten Insekten wie der Panzers Wespenbiene (Nomada panzeri) wertvollen Nektar bietet. Auch der seltene Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) besucht die Blüten gerne. Wenn du eine schattige, kühle Ecke in deinem Garten ökologisch aufwerten möchtest, triffst du mit diesem Primelgewächs eine hervorragende Wahl.
Ein weißes Sternenmeer für schattige Plätze: Nahrung für seltene Wildbienen.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Europäische Siebenstern eine wichtige Anlaufstelle für spezialisierte Wildbienen. Besonders die Heidelbeer-Lockensandbiene (Andrena lapponica) und Panzers Wespenbiene (Nomada panzeri) profitieren von dem Angebot im Frühsommer. Auch der Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) nutzt die Pflanze als Nektarquelle. In kühlen Waldgärten trägt sie so zur Stabilisierung lokaler Insektenpopulationen bei. Da sie auch von der Honigbiene (Apis mellifera) beflogen wird, ergänzt sie das Nahrungsnetz in schattigen Lagen optimal.
Die Pflanze ist als nicht kindersicher eingestuft. Als Mitglied der Primelgewächse kann sie Inhaltsstoffe enthalten, die bei empfindlichen Personen oder beim Verzehr von Pflanzenteilen Unverträglichkeiten auslösen können. Im Vergleich zu stark giftigen Waldpflanzen ist das Risiko gering, dennoch sollte man beim Umgang mit Kleinkindern im Garten achtsam sein.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Wähle einen Standort im Schatten, da die Pflanze direkte Sonne meidet.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) und eher nährstoffarm sein, da sie ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) ist.
Pflanze den Siebenstern am besten von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Achte darauf, den Boden nicht zu kalken; die Art bevorzugt ein eher saures Milieu.
Eine Düngung ist nicht erforderlich und kann der Pflanze sogar schaden.
Da sie eine AM-Mykorrhiza (eine Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) eingeht, ist ein lebendiger Waldboden ideal.
Halte den Boden gleichmäßig feucht, aber vermeide Staunässe.
Gute Partnerin: Die Heidelbeere (Vaccinium myrtillus). Beide teilen die Vorliebe für saure, frische Böden im Halbschatten und bilden gemeinsam eine natürliche, heimische Pflanzengesellschaft nach.
Der Europäische Siebenstern (Trientalis europaea) gehört zur Familie der Primelgewächse (Primulaceae) und zur Gattung Gilbweiderich. In Deutschland und der Schweiz ist er als indigen (einheimisch) eingestuft und besiedelt bevorzugt frische, magere Waldböden. Charakteristisch ist die namensgebende Siebenzahl der Blütenblätter, auch wenn diese gelegentlich variieren kann. Die Pflanze breitet sich über unterirdische Ausläufer aus und bildet so mit der Zeit kleine Teppiche im schattigen Unterholz, was sie zu einem idealen Bodendecker für Waldgärten macht.
13 Arten interagieren mit dieser Pflanze
5 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →