Bild folgtKI-generierte IllustrationTragopogon pratensis
Auch bekannt als: Habermarch
45
Arten
interagieren
54
Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt der Wiesen-Bocksbart (Tragopogon pratensis) durch seine großen, leuchtend gelben Korbblüten auf, die sich über schmalen, grasähnlichen Blättern erheben. Er ist eine wertvolle Bereicherung für deinen Naturgarten, da er als wichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Insekten wie die Blattwespe Tenthredo notha oder den Laufkäfer Ophonus azureus dient. Besonders faszinierend ist seine Blütenuhr: Die Blüten öffnen sich meist nur am Vormittag. Wenn du eine Prise Wildnis in deinem Rasen zulassen möchtest, ist dieser Überlebenskünstler genau das Richtige für dich.
Sonnengelbe Blütenuhr: Verlässliche Futterquelle für Grünfink und seltene Käfer.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist der Wiesen-Bocksbart ein Magnet für diverse Käferarten, darunter der Punktkäfer und der seltene Laufkäfer Ophonus azureus. Auch Blattwespen wie Tenthredo notha nutzen die Blüten regelmäßig als Energiequelle. Über die lange Blühphase von März bis September bietet er ein stabiles Nahrungsangebot. Im Spätsommer und Herbst profitieren Vögel wie der Grünfink von den ölreichen Samen. Da er bis in den September blüht, schließt er wichtige Versorgungslücken für Insekten, wenn viele andere Wiesenblumen bereits verblüht sind.
Der Wiesen-Bocksbart wird in der Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Obwohl Teile der Pflanze in der Wildkräuterküche bekannt sind, kann der enthaltene Milchsaft bei empfindlichen Personen Hautreizungen hervorrufen. Eine Verwechslung mit stark giftigen Pflanzen ist aufgrund der charakteristischen, schmalen Blätter und der markanten Knospenform nahezu ausgeschlossen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mär – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.47 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Boden: Er gedeiht am besten auf normalem Gartenboden, der als Mittelzehrer (Boden mit mäßigem Nährstoffangebot) weder zu mager noch überdüngt sein sollte.
Feuchtigkeit: Die Erde sollte frisch (mäßig feucht) sein; Staunässe mag er ebenso wenig wie extreme Trockenheit.
Pflanzzeit: Du kannst ihn im Frühling von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, solange der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Er ist sehr anspruchslos. Lass die Samenstände stehen, damit sich die Pflanze selbst aussäen kann.
Vermehrung: Die Aussaat erfolgt am besten direkt vor Ort, da die Pfahlwurzel das Umpflanzen erschwert.
Kombinationsempfehlung: Gute Nachbarn sind die Wiesen-Glockenblume (Campanula patula) oder die Margerite (Leucanthemum vulgare). Diese Arten teilen die Vorliebe für frische Wiesenstandorte und ergänzen das Gelb des Bocksbarts hervorragend.
Der Wiesen-Bocksbart gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz weit verbreitet. Er besiedelt bevorzugt frische Fettwiesen (nährstoffreiche, gemähte Wiesen) und Wegränder. Ein markantes Merkmal sind die langen Hüllblätter (grüne Blättchen unter der Blüte), die den Blütenkopf oft überragen. Die Pflanze führt einen weißen Milchsaft und bildet nach der Blüte auffällige, große Pappusfrüchte (schirmchenartige Flugsamen), die an riesige Pusteblumen erinnern.
3 Videos zu Wiesen-Bocksbart



20 Arten interagieren mit dieser Pflanze
24 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →