
Tragopogon dubius
Auch bekannt als: Grosser Bocksbart
9
Arten
interagieren
12
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt der Große Bocksbart durch seine gewaltigen, fast kugelrunden Pusteblumen auf, die deutlich imposanter als die des gewöhnlichen Löwenzahns sind. Die Pflanze ist ein wahrer Magnet für Insekten und Vögel in deinem Naturgarten. Besonders die Weidenröschen-Blattschneiderbiene (Megachile lapponica) und der Dunkle Alpenbläuling (Polyommatus semiargus) profitieren von seinem Angebot. Wenn du eine pflegeleichte Wildpflanze suchst, die Struktur und Leben in dein Beet bringt, ist er die ideale Wahl. Du wirst staunen, wie viele Gäste sich an den sonnigen Vormittagen an seinen Blüten einfinden.
Gigantische Pusteblumen und eine wichtige Tankstelle für Wildbienen.
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Der Große Bocksbart ist eine wertvolle Tankstelle für heimische Bestäuber. Nach aktuellen Bestäubungsdaten fliegen die Honigbiene (Apis mellifera) und die spezialisierte Weidenröschen-Blattschneiderbiene (Megachile lapponica) seine Blüten gezielt an. Auch Schmetterlinge wie der Dunkle Alpenbläuling (Polyommatus semiargus) finden hier wichtige Nahrung. Interessanterweise dient die Pflanze auch dem Asiatischen Marienkäfer (Harmonia axyridis) als Lebensraum. Sobald die großen Samenstände reif sind, finden sich Vögel wie der Hausgimpel (Haemorhous mexicanus) ein, um die nahrhaften Samen aus den Schirmchen zu picken.
Der Große Bocksbart wird als nicht kindersicher eingestuft. Die Pflanze enthält einen weißen Milchsaft, der bei Kontakt mit der Haut Reizungen auslösen kann und bei Verzehr zu Unwohlsein führt. Achte daher darauf, dass Kinder die Pflanze nicht pflücken oder mit dem Saft in Berührung kommen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Standort: Such dir einen vollsonnigen Platz aus, da die Pflanze viel Licht benötigt.
Boden: Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) kommt er mit normalem Gartenboden bestens zurecht.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte eher trocken sein; Staunässe (stehendes Wasser) verträgt die Wurzel gar nicht.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen am besten im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Pflege: Da der Bocksbart zweijährig wächst, bildet er im ersten Jahr eine Blattrosette und blüht erst im zweiten Jahr.
Lass die verblühten Köpfe unbedingt stehen, damit er sich durch Versamung selbst im Garten erhalten kann.
Da er als nicht kindersicher gilt, solltest du beim Umgang mit dem austretenden Milchsaft vorsichtig sein, da dieser Hautreizungen verursachen kann.
Ein Rückschnitt ist nicht notwendig, da die trockenen Stängel im Winter ökologisch wertvoll sind.
Gute Partnerin: Die Wilde Möhre (Daucus carota) ist eine ideale Begleiterin, da beide ähnliche magere Bodenverhältnisse schätzen und sich optisch hervorragend ergänzen.
Der Große Bocksbart (Tragopogon dubius) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und wird oft als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 ohne menschliches Zutun oder durch frühen Handel eingeführt wurde) eingestuft. Typisch für diese zweijährige Pflanze sind die acht bis zwölf spitzen Hüllblätter (Blattstrukturen direkt unter der Blüte), welche die gelben Zungenblüten meist deutlich überragen. Er bevorzugt warme, offene Standorte und erreicht eine Wuchshöhe von etwa 30 bis 60 Zentimetern.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_610123749
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