Bild folgtKI-generierte IllustrationTofieldia calyculata
Auch bekannt als: Gewöhnliche Simsenlilie
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Arten
interagieren
5
Interaktionen
dokumentiert
Wer die Kelch-Simsenlilie (Tofieldia calyculata) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren aufrechten, ährenartigen Blütenständen aus grünlich-gelben Einzelblüten und den schwertförmigen Grundblättern ist sie eine charakteristische Erscheinung. Da diese Pflanze in der Natur auf der Roten Liste (Stufe 3: gefährdet) steht, macht ihre Ansiedlung im Garten zu einem echten Beitrag zum Artenschutz. Sie ist eine Spezialistin für Standorte, die oft schwierig zu bepflanzen sind, da sie besonders in kalkreichen Flachmooren und feuchten Magerwiesen (nährstoffarme Wiesen) vorkommt. Du schaffst mit ihr einen Rückzugsort für die bedrohte Begleitflora feuchter Lebensräume. Trau dich ruhig an diese botanische Besonderheit heran, wenn dein Boden feucht und nährstoffarm ist.
Seltene Alpenerscheinung: Gefährdete Schönheit für feuchte Magerstandorte.
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In der freien Landschaft ist die Kelch-Simsenlilie ein wichtiger Bestandteil der Pflanzengemeinschaft der kalkreichen Kleinseggenriede (niedrige Sumpfgras-Bestände). Durch ihren Status als gefährdete Art (Rote Liste 3) ist jede Ansiedlung im Garten ein Gewinn für die regionale Biodiversität. Da die Blütezeit von Mai bis September reicht, bietet sie über einen ungewöhnlich langen Zeitraum Struktur und Lebensraum in feuchten Gartenbereichen oder am Teichrand. Sie fungiert als Zeigerpflanze für intakte, nährstoffarme Feuchtestandorte. Indem du ihr einen Platz gibst, förderst du den Erhalt einer Art, die aufgrund von Entwässerung und Düngung aus unseren Ökosystemen verschwindet.
Die Kelch-Simsenlilie wird als nicht kindersicher eingestuft. Es liegen Hinweise auf eine leichte Giftigkeit vor, weshalb die Pflanze nicht verzehrt werden sollte. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund der charakteristischen schwertförmigen Blattrosette und des spezifischen Blütenstandes kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Wähle für die Kelch-Simsenlilie einen sonnigen Platz im Garten aus. Da sie als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) gilt, sollte die Erde kalkreich und mager sein. Der Standort muss 'frisch' sein, was bedeutet, dass der Boden eine gleichmäßige, mäßige Feuchtigkeit halten sollte, ohne jedoch in Staunässe (stehendes Wasser ohne Luftaustausch) zu versinken. Deine ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei und offen ist.
Standort: Sonnig und feucht.
Boden: Kalkhaltig, nährstoffarm.
Pflege: Ein Rückschnitt erfolgt am besten erst im Spätwinter.
Vermehrung: Eine Teilung des Wurzelstocks ist nach der Blüte möglich.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist das Sumpf-Herzblatt (Parnassia palustris) – beide wachsen in der Natur in kalkreichen Niedermooren und teilen sich die Vorliebe für feuchte, magere Böden.
Die Kelch-Simsenlilie gehört zur Familie der Simsenliliengewächse (Tofieldiaceae) innerhalb der Ordnung der Froschlöffelartigen (Alismatales). Ihr natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich über die Gebirge und das Vorland von Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ein klares Erkennungsmerkmal sind die dreizähligen Blüten, die unterhalb der Kelchblätter drei kleine Hochblätter besitzen – ein sogenannter Außenkelch. Die Pflanze wächst ausdauernd und bildet kurze Ausläufer, was sie über Jahre hinweg an einem festen Platz etabliert, ohne zu wuchern.
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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