Bild folgtKI-generierte IllustrationSenecio paludosus
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Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren stattlichen, bis zu zwei Meter hohen Stängeln und den leuchtend gelben Korbblüten lässt sich das Sumpf-Greiskraut (Senecio paludosus) sofort erkennen. Diese seltene, heimische Art ist ein echter Überlebenskünstler für nasse Gartenbereiche und steht auf der Roten Liste 3 (gefährdet). In deinem Garten bietet sie spezialisierten Faltern wie dem Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia) oder dem Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) eine lebenswichtige Nahrungsquelle. Wenn du einen Teichrand oder eine feuchte Senke hast, ist diese Pflanze die perfekte Wahl für den Artenschutz. Du machst hier alles richtig, wenn du ihr einen Platz gibst, an dem sie dauerhaft feuchte Füße behalten kann.
Seltener Sumpfbewohner: Die gelbe Rettungsinsel für bedrohte Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Sumpf-Greiskraut eine bedeutende Nektarpflanze für seltene Schmetterlinge. Besonders die Gattung der Scheckenfalter profitiert stark, darunter Arten wie der Schmuck-Scheckenfalter (Melitaea ornata), der Östliche Scheckenfalter (Melitaea aetherie) und der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii). Auch der Kleiner Feuerfalter (Lycaena phlaeas) gehört zu den regelmäßigen Besuchern der gelben Blüten. Durch ihren Status als gefährdete Art (Rote Liste 3) wertet die Pflanze jeden Naturgarten ökologisch massiv auf und dient als wichtiger Trittstein für den Erhalt der regionalen Biodiversität. Die Verbindung mit AM-Mykorrhizapilzen fördert zudem ein gesundes Bodenleben.
Achtung, die Pflanze ist nicht kindersicher. Wie bei vielen Greiskräutern üblich, enthält sie Inhaltsstoffe, die bei Verzehr für Menschen und Haustiere gesundheitsschädlich sein können. Ein direkter Kontakt mit der Haut ist meist unbedenklich, jedoch sollte die Pflanze keinesfalls gegessen werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Standort: Sonnig bis halbschattig an dauerhaft nassen Stellen.
Boden: Bevorzugt nährstoffreiche, schwere Lehmböden, die niemals ganz austrocknen dürfen.
Pflanzzeit: Idealerweise im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Da die Pflanze nasse Standorte liebt, ist eine zusätzliche Bewässerung nur in extremen Trockenperioden nötig, sofern der Standort nicht ohnehin im Sumpfbereich liegt.
Rückschnitt: Die verblühten Stängel solltest du im Winter stehen lassen, da sie als Überwinterungsquartier dienen.
Vermehrung: Eine Vermehrung ist durch Teilung des Wurzelstocks im Frühjahr oder durch Aussaat möglich.
Kombination: Gute Partnerin ist der Gewöhnliche Blutweiderich (Lythrum salicaria) – beide Arten teilen die Vorliebe für nasse Standorte und ergänzen sich hervorragend in ihrer Blühzeit und als Insektenmagneten.
Das Sumpf-Greiskraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland sowie der Schweiz als indigen (einheimisch) eingestuft. Als mehrjährige, krautige Pflanze besiedelt sie natürlicherweise Sumpfwiesen und Grabenränder. Besonders markant sind die lanzettlichen, scharf gesägten Blätter und die lockeren Schirmrispen (verzweigte Blütenstände) aus gelben Zungen- und Röhrenblüten. Eine Besonderheit ist die Symbiose mit AM-Pilzen (Arbuskuläre Mykorrhiza), bei der die Wurzeln eng mit Bodenpilzen zusammenarbeiten, um die Nährstoffaufnahme zu optimieren.
3 Videos zu Sumpf-Greiskraut



6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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