Bild folgtKI-generierte IllustrationScorzonera hispanica
Auch bekannt als: Schwarzwurzeln
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An ihrer tiefschwarzen Pfahlwurzel und den großen, leuchtend gelben Korbblüten lässt sich die Garten-Schwarzwurzel sofort erkennen. Als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) ist sie ein wertvoller Bestandteil unserer Kulturlandschaft, gilt aber mit dem Status der Roten Liste 3 als gefährdet. In deinem Naturgarten bietet sie seltenen Gästen wie dem Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) wertvollen Nektar. Die Pflanze ist nicht nur eine ökologische Bereicherung, sondern auch ein echtes Stück lebendige Gartenhistorie. Trau dich ruhig an diese robuste Art heran – sie wird deinen Garten über Jahre hinweg bereichern.
Bedrohter Naturschatz: Die Schwarzwurzel rettet seltene Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Schwarzwurzel eine lebenswichtige Tankstelle für spezialisierte Falter. Seltene Arten wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der Berg-Scheckenfalter (Melitaea varia) nutzen ihr Nektarangebot intensiv. Auch die Zweifarbige Sandbiene (Andrena flavipes) und die Erdhummel (Bombus terrestris) sind regelmäßig an den gelben Korbblüten zu finden. Sogar Ameisen wie die Schwarzgraue Wegameise (Lasius niger) besuchen die Pflanze. Da sie auf der Roten Liste als gefährdet (Stufe 3) geführt wird, leistest du mit ihrer Pflanzung einen direkten Beitrag zum Erhalt einer bedrohten heimischen Art.
Obwohl die Wurzeln für Erwachsene essbar sind, wird die Pflanze als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt vor allem an dem enthaltenen Milchsaft, der bei empfindlicher Haut zu Irritationen führen kann. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Wildpflanzen, dennoch sollten Kinder beim Umgang mit der Pflanze im Garten beaufsichtigt werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.9 m
Für einen Erfolg im Garten ist ein sonniger Standort mit tiefgründigem, lockerem Boden entscheidend, damit die lange Pfahlwurzel ungehindert wachsen kann.
Pflanzzeit : Idealerweise setzt du sie im Frühling von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden noch offen ist.
Boden : Die Erde sollte kalkhaltig und nicht zu nährstoffreich sein, um ihrem natürlichen Standort auf Magerwiesen nahezukommen.
Wasser : Einmal etabliert, kommt sie mit Trockenheit gut zurecht; Staunässe solltest du jedoch unbedingt vermeiden.
Besonderheit : Die Pflanze geht eine AM (Arbuskuläre Mykorrhiza, eine Form der Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen) ein. Verzichte daher auf chemische Dünger, um diese nützlichen Pilze zu schützen.
Vermehrung : Sie versamt sich an zusagenden Stellen gerne selbst.
Kombination : Eine ideale Partnerin ist die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium). Beide teilen ähnliche Standortansprüche und fördern gemeinsam die Vielfalt an Bestäubern in deinem Garten.
Die Garten-Schwarzwurzel (Scorzonera hispanica) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asternartigen (Asterales). In Deutschland und der Schweiz ist sie indigen (einheimisch) oder als lange etablierter Archäophyt anzutreffen. Sie wächst als ausdauernde, krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von bis zu 60 Zentimetern. Typisch sind die lanzettlichen Blätter und der milchsaftführende Stängel. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst meist sonnige, trockene Standorte mit kalkhaltigem Untergrund, was sie besonders widerstandsfähig gegen sommerliche Hitzeperioden macht.
3 Videos zu Garten-Schwarzwurzel



8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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