Bild folgtKI-generierte IllustrationSaxifraga oppositifolia
Auch bekannt als: Gegenblättrige Steinbrech, Gegenblättriger Steinbrech
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst den Roten Steinbrech (Saxifraga oppositifolia) an seinen dichten, kriechenden Blattpolstern und den leuchtend purpurrosa, glockenförmigen Blüten, die oft schon im Vorfrühling erscheinen. Diese Pflanze ist ein wahrer Überlebenskünstler der Hochgebirge und bringt alpine Robustheit in deinen Garten. Sie dient spezialisierten Insekten wie dem Dunklen Alpenbläuling als wertvolle Nektarquelle in kühlen Lagen. Zudem ist sie eine wichtige Kinderstube für Falter wie den Spanner (Entephria flavicinctata), deren Raupen an ihr fressen. Wenn du einen Steingarten besitzt, schaffst du mit ihr ein wertvolles Trittbiotop für bedrohte Gebirgsarten.
Alpiner Polsterkünstler: Erste Nektarquelle für den Dunklen Alpenbläuling.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Rote Steinbrech eine essenzielle Nahrungsquelle für die Honigbiene (Apis mellifera) und den spezialisierten Dunklen Alpenbläuling. Besonders hervorzuheben ist seine Bedeutung als Raupenfutterpflanze für seltene Nachtfalter wie Standfussiana lucernea cataleuca und den Gelbring-Steinbrechspanner (Entephria flavicinctata). In den kargen Hochlagen oder im alpinen Garten bietet er eine der frühesten Nektarquellen des Jahres. Die Samen bieten zwar keine Hauptnahrung für Vögel, aber die dichten Polster dienen zahlreichen Kleinstinsekten als frostsicheres Winterquartier.
Die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb sie in Gärten mit Kleinkindern mit Bedacht gepflanzt werden sollte. Es besteht jedoch keine akute Verwechslungsgefahr mit stark giftigen heimischen Arten. Achte darauf, dass die Pflanzenteile lediglich der Zierde dienen und nicht verzehrt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Feb – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.1 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, der jedoch nicht zu heiß werden darf; eine Nord- oder Ostexposition im Steingarten ist ideal.
Boden: Er benötigt einen mageren Boden (nährstoffarm) und verträgt keine Staunässe. Die Erde sollte frisch (mäßig feucht) gehalten werden.
Pflanzzeit: Setze die Polster von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Da die Art eine Symbiose mit Mykorrhiza (einer Lebensgemeinschaft zwischen Pilz und Wurzel) eingeht, solltest du auf Kunstdünger verzichten, um die Bodenpilze nicht zu schädigen.
Vermehrung: Eine Teilung der Polster nach der Blüte ist möglich, um die Pflanze zu verjüngen.
Kombinationsempfehlung: Ein hervorragender Partner ist das Kalk-Blaugras (Sesleria albicans). Beide Arten kommen gemeinsam in natürlichen Kalk-Felsgesellschaften vor, teilen den Anspruch an mineralisches Substrat und bilden zusammen ein stabiles, ökologisch wertvolles Kleinstbiotop.
Der Rote Steinbrech gehört zur Familie der Steinbrechgewächse (Saxifragaceae) innerhalb der Ordnung der Steinbrechartigen (Saxifragales). Er ist in den Alpenregionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz heimisch (indigen) und besiedelt dort natürliche Felsfluren und Schutthalden. Morphologisch zeichnet er sich durch seine gegenständigen, kleinen Blätter aus, die oft kalkausscheidende Poren an den Rändern besitzen. Als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) oder einheimische Art ist er perfekt an das hiesige Gebirgsklima angepasst.
3 Videos zu Roter Steinbrech



2 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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