Bild folgtKI-generierte IllustrationSaxifraga granulata
Auch bekannt als: Körner-Steinbrech, Knöllchen-Steinbrech
10
Arten
interagieren
43
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst den Körnchen-Steinbrech an seinen zarten, weißen Blüten und den charakteristischen kleinen Brutknöllchen an der Stängelbasis. Diese Pflanze ist ein ökologisches Juwel für magere Wiesenstandorte und steht bereits auf der Vorwarnliste der bedrohten Arten. In deinem Garten fördert sie spezialisierte Besucher wie die Erzfarbene Düstersandbiene (Andrena nigroaenea). Er ist ideal für dich, wenn du eine Vorliebe für filigrane Wildblumen hast, die ohne viel Dünger auskommen. Schau im Frühsommer genau hin, wie diese heimische Schönheit deine naturnahe Fläche bereichert. Hol dir diesen gefährdeten Frühlingsboten direkt in dein grünes Reich.
Rettungsanker der Magerwiesen: Ein Magnet für die Erzfarbene Düstersandbiene.
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Diese Art ist eine wichtige Nahrungsquelle für verschiedene Insektengruppen nach aktuellen Bestäubungsdaten. Zu den regelmäßigen Besuchern gehört die Honigbiene (Apis mellifera), aber auch spezialisierte Wildbienen wie die Erzfarbene Düstersandbiene (Andrena nigroaenea) nutzen das Angebot intensiv. Unter den Nachtfaltern profitieren die Graubraune Frühherbsteule (Orthosia incerta) und die Heidekraut-Bodeneule (Lycophotia porphyrea) von der Pflanze. Auch der Schwertlilienrüßler (Mononychus punctum-album) findet sich an den Blüten ein. Da die Art auf der Vorwarnliste steht, leistest du mit der Ansiedlung einen direkten Beitrag zum Erhalt dieser gefährdeten Lebensgemeinschaften.
Die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft, da sie Inhaltsstoffe enthalten kann, die bei Verzehr zu Unverträglichkeiten führen können. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht in ihrem typischen Lebensraum der Magerwiesen kaum. Dennoch solltest du beim Umgang mit der Pflanze in Gärten mit kleinen Kindern achtsam sein.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.19 m
Setze den Körnchen-Steinbrech an einen sonnigen Platz in deinem Garten. Der Boden sollte 'frisch' sein, was bedeutet, dass die Erde eine gleichmäßige, mittlere Feuchtigkeit halten kann, ohne staunass zu werden. Da er ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) ist, gedeiht er am besten in magerem Boden ohne zusätzliche Düngergaben.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Achte auf eine gute Durchlässigkeit, damit die Wurzeln im Winter nicht faulen.
Zur Vermehrung nutzt die Pflanze ihre kleinen Knöllchen an der Basis, die du vorsichtig teilen kannst.
Lass die vertrockneten Stängel über den Winter stehen, um die Pflanze zu schützen.
Eine ideale Begleiterin ist der Wiesensalbei (Salvia pratensis). Beide teilen sich den Lebensraum der Frischwiesen und ergänzen sich hervorragend in ihrer Blühfolge und den Ansprüchen an den Boden.
Der Körnchen-Steinbrech (Saxifraga granulata) gehört zur Familie der Steinbrechgewächse (Saxifragaceae) innerhalb der Ordnung der Steinbrechartigen (Saxifragales). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (einheimisch) und besiedelt bevorzugt frische, aber nährstoffarme Magerwiesen. Markant sind die namensgebenden rötlichen Brutknöllchen (Bulbillen) im Bereich der Wurzel, die der vegetativen Vermehrung dienen. Der Wuchs ist aufrecht mit grundständigen Rosetten, wobei die Stängel im oberen Bereich verzweigt sind und die lockeren Blütenstände tragen.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
2 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →