Bild folgtKI-generierte IllustrationRuta graveolens
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Wein-Raute (Ruta graveolens) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Ihre blaugrünen, fiederteiligen Blätter und die gelben Blüten mit den am Rand gefransten Kronblättern sind unverwechselbar. Im Naturgarten ist dieser aromatisch duftende Halbstrauch ein echtes Juwel, da er als wichtige Kinderstube für den Schwalbenschwanz (Papilio machaon) dient. Auch verschiedene Arten der Feldwespe (Polistes) fliegen die Pflanze gezielt an, um Nektar zu sammeln. Da sie auf der Roten Liste in Kategorie 3 (gefährdet) geführt wird, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen direkten Beitrag zum Artenschutz. Setze sie an einen sonnigen Platz und du wirst staunen, wie viel Leben sie in dein Beet bringt.
Edle Blauraute: Die exklusive Kinderstube für den Schwalbenschwanz.
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Die Wein-Raute ist eine herausragende Raupenfutterpflanze für den Schwalbenschwanz (Papilio machaon), dessen auffällige Raupen sich von den Blättern ernähren. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist sie zudem eine Magnetpflanze für die Feldwespe (Polistes), die an den leicht zugänglichen Blüten Nektar tankt. Da sie als gefährdet eingestuft wird, fungiert sie in Gärten als wichtiges Trittsteinbiotop für bedrohte Insektenarten. Im Winter bieten die verholzten Stängel wertvolle Strukturen für die Überwinterung verschiedener Kleinstlebewesen, weshalb man sie erst im Frühjahr zurückschneiden sollte.
Die Wein-Raute ist nicht kindersicher und sollte mit Vorsicht gepflanzt werden. Sie enthält Stoffe, die bei Hautkontakt und gleichzeitiger Sonneneinstrahlung schmerzhafte Photodermatitis (Hautreizungen mit Blasenbildung) verursachen können. Trage beim Rückschnitt daher grundsätzlich Handschuhe.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.41 m
Wähle einen vollsonnigen Standort, da die Wein-Raute einen hohen Lichtbedarf hat.
Der Boden sollte trocken und gut durchlässig sein; sie kommt mit normaler Gartenerde ohne Staunässe bestens zurecht (Mittelzehrer).
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Da die Pflanze eine Symbiose mit AM-Mycorrhiza (Wurzelpilzen) eingeht, fördert ein lebendiger Boden ihre Vitalität.
Ein leichter Rückschnitt im zeitigen Frühjahr hält den Wuchs kompakt und verhindert das Verkahlen von unten.
Gießen ist nur bei extremer Trockenheit in der Anwachsphase nötig; etablierte Pflanzen sind sehr trockenheitsresistent.
Düngung ist meist nicht erforderlich, da sie mäßig nährstoffreiche Böden bevorzugt.
Gute Partnerin: Der Wiesen-Salbei (Salvia pratensis) – beide Arten teilen die Vorliebe für sonnige, eher trockene Standorte und ergänzen sich ökologisch perfekt im Staudenbeet.
Die Wein-Raute (Ruta graveolens) gehört zur Familie der Rautengewächse (Rutaceae) in der Ordnung der Seifenbaumartigen (Sapindales). In Deutschland, Österreich und der Schweiz gilt sie als Archäophyt (eine vor 1492 eingeführte Pflanzenart), der heute als indigen und somit heimisch eingestuft wird. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst trockene Felsfluren und sonnige Magerstandorte. Typisch ist die Verholzung an der Basis der Triebe, was sie botanisch als Halbstrauch definiert.
1 Video zu Wein-Raute

8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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