Bild folgtKI-generierte IllustrationRumex pulcher
Auch bekannt als: Rumex pulcher
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Auffällig sind beim Schönen Ampfer (Rumex pulcher) seine geigenförmigen Grundblätter und die verzweigten Blütenstände mit rötlich überlaufenen Quirlen (ringförmig angeordneten Blüten). Diese heimische Art ist für den Naturgarten besonders wertvoll, da sie als unverzichtbare Raupenfutterpflanze für den Kleinen Feuerfalter (Lycaena phlaeas) dient. Er besiedelt gerne nährstoffreiche Ecken, die oft als schwierig gelten, und bringt dort Struktur hinein. Auch verschiedene Perlmuttfalter nutzen ihn nach aktuellen Beobachtungen als Nahrungsquelle. Wenn du eine robuste Pflanze für deine „fetten“ Bodenstellen suchst, triffst du mit ihm die richtige Wahl. Du schaffst damit einen echten ökologischen Mehrwert auf kleinstem Raum.
Wichtige Kinderstube für den Kleinen Feuerfalter auf nährstoffreichem Boden.
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Der Schöne Ampfer spielt eine zentrale Rolle als Raupenfutterpflanze für den Kleinen Feuerfalter (Lycaena phlaeas), der für seine Entwicklung auf Ampfer-Arten angewiesen ist. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren zudem Schmetterlinge wie Boloria alaskensis, Boloria frigga und Boloria angarensis von dieser Pflanze. Die Samenstände dienen im Winter als natürliche Futterstation für Vögel, die die kleinen Nüsschen verwerten. Eine Besonderheit ist die AM-Mykorrhiza (eine Symbiose mit Bodenpilzen), die das Wurzelwachstum und die Nährstoffaufnahme verbessert. Somit fördert die Pflanze nicht nur die oberirdische Vielfalt, sondern stabilisiert auch das Bodenleben.
Die Pflanze ist nicht als kindersicher eingestuft, da sie wie alle Ampfer-Arten Oxalsäure enthält, was bei Verzehr größerer Mengen problematisch sein kann. Es besteht Verwechslungsgefahr mit dem Stumpfblättrigen Ampfer (Rumex obtusifolius), dessen Blätter jedoch breiter und nicht so markant tailliert sind. Im Familiengarten sollte man Kindern erklären, dass die Blätter nicht zum Verzehr geeignet sind.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Wähle für den Schönen Ampfer einen Standort in der vollen Sonne aus.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) und als Starkzehrer-Standort sehr nährstoffreich sein.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühling von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Achte beim Pflanzen darauf, dass der Boden offen und nicht gefroren ist.
Da er mäßige Feuchtigkeit schätzt, muss er nur bei langanhaltender Trockenheit gegossen werden.
Eine Gabe Kompost im Frühjahr unterstützt die Blattentwicklung bei dieser nährstoffhungrigen Art.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über die Samen, die im Spätsommer an den Stängeln reifen.
Lass die vertrockneten Blütenstände über den Winter stehen, um Insekten einen Unterschlupf zu bieten.
Ein Rückschnitt ist erst im Februar vor dem neuen Austrieb notwendig.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide teilen ähnliche Standortansprüche an Licht und Nährstoffe.
Diese Kombination fördert eine stabile Pflanzengemeinschaft auf fettem Gartenboden.
Der Schöne Ampfer gehört zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Er wird als Indigen (ursprünglich einheimisch) oder Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) eingestuft und besiedelt oft Wegränder oder nährstoffreiche Wiesen. Typisch für diese Art ist der aufrechte, sperrig verzweigte Wuchs, der ihn von anderen Ampfer-Arten unterscheidet. Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) bevorzugt er Böden, die gut mit Stickstoff versorgt sind.
3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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