
Ranunculus arvensis
Auch bekannt als: Ackerhahnenfuss
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt der Acker-Hahnenfuß (Ranunculus arvensis) durch seine blassgelben Blüten und vor allem durch die ungewöhnlich großen, igelartig bestachelten Früchte auf. Als gefährdete Art der Roten Liste (Status 3) ist er in unseren Gärten ein wertvoller Gast, der zur biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft beiträgt. Da er ein Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 mit dem Menschen einwanderte) ist, holst du dir ein echtes Stück Naturgeschichte ins Beet. Auch wenn keine spezifischen Insektendaten vorliegen, ist seine Anwesenheit ein Gewinn für das ökologische Gleichgewicht. Wenn du ihm einen Platz auf offenem Boden einräumst, hilfst du aktiv dabei, dieses seltene Ackerwildkraut vor dem Verschwinden zu bewahren.
Rote-Liste-Schatz: Bewahre mit dem Acker-Hahnenfuß ein seltenes Stück Naturerbe.
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Der Acker-Hahnenfuß ist aufgrund seiner Einstufung in die Rote Liste (Status 3) eine ökologisch hochbedeutsame Art für den Erhalt der regionalen Flora. Da für diese Pflanze in den aktuellen Daten keine spezifischen Bestäuberbeziehungen hinterlegt sind, liegt sein Hauptwert im Schutz der pflanzlichen Diversität. Als heimischer Blüher bietet er dennoch eine Anlaufstelle für verschiedene Insekten, die in der modernen Agrarlandschaft kaum noch Nahrung finden. Seine stacheligen Samen sind zudem eine evolutionäre Anpassung an die Ausbreitung durch Tiere. Mit der Kultivierung schützt du eine Pflanze, die in der freien Natur in Deutschland, Österreich und der Schweiz zunehmend ihren Lebensraum verliert.
Der Acker-Hahnenfuß ist nicht kindersicher und wird als giftig eingestuft. Er enthält, wie alle Hahnenfußgewächse, Scharfstoffe, die Hautreizungen oder bei Verzehr Vergiftungserscheinungen hervorrufen können. Eine Verwechslung mit ungiftigen Gartenpflanzen ist wegen der markanten Stachelfrüchte jedoch kaum möglich. Achte darauf, dass Haustiere und Kinder keine Pflanzenteile verzehren.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jul
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.38 m
Standort: Er benötigt einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 7), um seine Blüten voll zu entfalten.
Boden: Ideal ist ein lehmiger, eher schwerer Boden, der gut mit Nährstoffen versorgt ist.
Feuchtigkeit: Die Pflanze kommt mit mäßiger Feuchte gut zurecht (entspricht einer mittleren Bodenfeuchte).
Pflanzzeit: Die Aussaat erfolgt am besten im zeitigen Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November direkt an Ort und Stelle.
Pflege: Da er einjährig ist, ist kein Rückschnitt nötig; lass die Pflanzen nach der Blüte stehen, damit sie aussamen können.
Vermehrung: Er vermehrt sich selbstständig über Samen, sofern der Boden im nächsten Jahr wieder leicht bearbeitet oder offen gehalten wird.
Kombination: Eine gute Nachbarin ist die Kornblume (Centaurea cyanus) – beide teilen den Lebensraum alter Getreideäcker und ergänzen sich optisch hervorragend.
Der Acker-Hahnenfuß (Ranunculus arvensis) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und gilt als typische Segetalpflanze (ein Wildkraut, das auf Äckern wächst). Die einjährige Pflanze zeichnet sich durch ihre tief dreigeteilten, schmalen Laubblätter und die charakteristischen, stacheligen Nussfrüchte aus. Er bevorzugt warme Lagen und schwere, kalkhaltige Böden. Als Therophyt (eine Pflanze, die den Winter ausschließlich als Samen im Boden überdauert) schließt er seinen Lebenszyklus innerhalb eines Sommers ab.
3 Videos zu Acker-Hahnenfuß



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2 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_804059963
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