
Pteridium aquilinum
Auch bekannt als: Pteris aquilina
15
Arten
interagieren
15
Interaktionen
dokumentiert
12
Wirtsbeziehungen
Arten
Auffällig sind beim Adlerfarn (Pteridium aquilinum) seine riesigen, mehrfach gefiederten Wedel, die im Garten eine fast dschungelartige Atmosphäre schaffen. Als indigenes (einheimisches) Gewächs ist er ein wichtiger Bestandteil unserer Natur und dient als Lebensraum für spezialisierte Insekten. Besonders die Raupen des Braunen Bären (Arctia caja) oder der Erbseneule (Melanchra pisi) sind auf ihn als Futterquelle angewiesen. Wenn du ein größeres, schattiges Eck in deinem Garten hast, kannst du mit ihm einen wertvollen Rückzugsort schaffen. Du solltest jedoch seinen Ausbreitungsdrang im Blick behalten, da er sich über unterirdische Ausläufer Platz verschafft.
Urzeitlicher Riese und wichtige Kinderstube für den prächtigen Braunen Bären.
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Da Farne keine Blüten besitzen, bieten sie zwar keinen Nektar, sind aber als Raupenfutterpflanzen für die Biodiversität unersetzlich. Nach aktuellen Daten ist der Adlerfarn eine wichtige Nahrungsgrundlage für die Raupen der Gelbfleck-Waldschatteneule und der Lacanobia contigua. Auch der prächtige Braune Bär (Arctia caja) und die Erbseneule (Melanchra pisi) nutzen ihn zur Aufzucht ihres Nachwuchses. Weitere Profiteure sind Petrophora chlorosata, der Rostspinner (Pterostoma palpina) sowie Phymatopus hecta und die Flohkraut-Eule (Melanchra persicariae). In dichten Beständen finden zudem viele Kleintiere sicheren Unterschlupf.
Achtung, der Adlerfarn ist nicht kindersicher und in allen Teilen als giftig einzustufen. Er sollte nicht in Gärten gepflanzt werden, in denen kleine Kinder spielen oder Weidetiere Zugang haben. Eine Verwechslung mit dem Wurmfarn (Dryopteris filix-mas) ist möglich, allerdings wächst der Adlerfarn meist deutlich höher und seine Wedel entspringen einzeln dem Boden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.61 m
Pflanze den Adlerfarn bevorzugt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden frostfrei ist.
Er benötigt einen Standort mit lockerem, humosem Boden, der nicht zu kalkhaltig sein sollte.
Da er sich über sein Rhizom (unterirdischer Wurzelstock) stark ausbreitet, ist er eher für große Gärten oder abgegrenzte Bereiche geeignet.
Ein Platz im Halbschatten unter Gehölzen kommt seinen natürlichen Bedürfnissen am nächsten.
Im Winter solltest du die abgestorbenen Wedel stehen lassen, da sie den Boden und das Herz der Pflanze vor Frost schützen.
Eine Vermehrung ist durch die Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr möglich.
Der Farn benötigt nach dem Anwachsen kaum zusätzliche Pflege und ist sehr robust.
Gute Partnerin: Die Wald-Anemone (Anemone nemorosa) – sie nutzt das Licht im Frühjahr, bevor der Adlerfarn seine großen Wedel entfaltet, und beide teilen die Vorliebe für lockere Waldböden.
Der Adlerfarn (Pteridium aquilinum) gehört zur Familie der Adlerfarngewächse (Dennstaedtiaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Er besiedelt natürlicherweise lichte Wälder und Heiden auf eher sauren Böden. Eine Besonderheit ist seine AM-Mykorrhiza (Arbuskuläre Mykorrhiza), eine Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln, die ihm die Nährstoffaufnahme erleichtert. Im Gegensatz zu vielen anderen Farnen stehen seine Wedel einzeln und entspringen einem tief im Boden kriechenden Rhizom (Wurzelstock).
12 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock
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