Bild folgtKI-generierte IllustrationPoa nemoralis
Auch bekannt als: pâturin des bois
6
Arten
interagieren
8
Interaktionen
dokumentiert
5
Wirtsbeziehungen
Arten
Auffaellig sind die waagerecht abstehenden Blätter des Hain-Rispengrases (Poa nemoralis), die ihm ein fast geometrisches Aussehen verleihen. Dieses zarte Gras ist ein echter Problemlöser für schattige Gartenbereiche, in denen klassischer Rasen längst aufgegeben hat. Es dient als unverzichtbare Kinderstube für die Raupen der Goldgelben Herbsteule (Mythimna turca) und des Wald-Hütteneulchens (Apamea scolopacina). Im naturnahen Garten schafft es unter Sträuchern eine ruhige, grüne Basis, ohne zu wuchern. Wenn du ungenutzte Schattenecken ökologisch aufwerten willst, ist dieses Gras die richtige Wahl.
Zarter Schattenkünstler: Die lebenswichtige Kinderstube für seltene Waldeulen.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist dieses Gras eine wertvolle Futterquelle für verschiedene Nachtfalter. Die Raupen der Dunklen Halmeule (Apamea furva) und der Goldgelben Herbsteule (Mythimna turca) sind auf die Blätter angewiesen. Auch das Wald-Hütteneulchen (Apamea scolopacina) nutzt das Gras zur Entwicklung. Tagsüber profitieren Faltergruppen wie Heufalter, Laubfalter und der Frühlings-Mohrenfalter von den Beständen. Im Winter bieten die stehengelassenen Halme Schutz für kleine Wirbellose, während die Samen eine bescheidene, aber willkommene Nahrungsquelle für Kleinvögel darstellen.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.46 m
Das Hain-Rispengras bevorzugt einen Standort im Schatten oder Halbschatten. Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, was bedeutet, dass er sich kühl anfühlt und nie ganz austrocknet. Als Mittelzehrer (Pflanze mit normalem Nährstoffbedarf) kommt es wunderbar mit gewöhnlicher Gartenerde zurecht, die nicht zusätzlich gedüngt werden muss. Die beste Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist. Du kannst das Gras durch Teilung der Horste (Wurzelstöcke) im Frühjahr vermehren. Ein Rückschnitt ist im Winter nicht notwendig, da die Halme wertvolle Überwinterungsplätze bieten; schneide sie erst im März bodennah zurück. Da es nicht trittfest ist, solltest du es nicht als Rasenersatz für begangene Flächen nutzen. Gute Partnerin: Die Wald-Erdbeere (Fragaria vesca) – beide teilen die Vorliebe für lichten Schatten und bilden zusammen eine dichte, natürliche Bodenschicht unter Gehölzen.
Das Hain-Rispengras gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Als Indigen (einheimische Art) besiedelt es natürlicherweise lichte Laubwälder und schattige Böschungen. Es wächst horstig (in dichten Büscheln) und erreicht Wuchshöhen von etwa 30 bis 60 Zentimetern. Typisch für diese Art ist die sehr lockere, weit verzweigte Blütenrispe, die dem Gras eine filigrane Struktur verleiht.
5 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →