Bild folgtKI-generierte IllustrationPlantago uniflora
Auch bekannt als: Plantago uniflora
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Arten
interagieren
13
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Einblütigen Wegerich (Plantago uniflora) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Er besticht durch seine namensgebenden, einzeln stehenden Blüten an zarten Stielen, die aus einer flachen Blattrosette emporsteigen. Für deinen Naturgarten ist dieser Spezialist ein echter Gewinn, da er als Lebensgrundlage für gefährdete Schmetterlinge dient. Besonders der Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) und der Alpen-Perlmuttfalter (Boloria pales) sind auf solche heimischen Schätze angewiesen. Wenn du einen feuchten, nährstoffarmen Platz am Teichrand oder in einer feuchten Wiese frei hast, wird sich dieser Wegerich bei dir sehr wohlfühlen.
Ein seltener Spezialist: Die unverzichtbare Tankstelle für bedrohte Scheckenfalter.
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Dieser Wegerich ist eine hochspezialisierte Futterquelle für eine Reihe von Schmetterlingen. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren insbesondere Scheckenfalter wie der Rote Scheckenfalter (Melitaea didyma) und der Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina) von seinem Angebot. Auch der seltene Idunas Scheckenfalter (Euphydryas iduna) sowie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) steuern die Blüten an. Da die Pflanze von Mai bis August blüht, stellt sie über den gesamten Hochsommer eine verlässliche Ressource dar. Die feinen Samen dienen nach der Reife zudem als Nahrung für die lokale Vogelwelt.
Beim Einblütigen Wegerich ist Vorsicht geboten, da er laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft wird. Es besteht zwar keine akute Lebensgefahr bei Berührung, aber die Pflanze sollte nicht verzehrt werden. Achte darauf, ihn nicht in unmittelbarer Nähe von Spielbereichen für Kleinkinder zu pflanzen, um ein versehentliches Verschlucken von Pflanzenteilen zu verhindern.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, der niemals ganz austrocknet.
Boden: Er benötigt mageren Boden, ist also ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf). Vermeide Düngergaben konsequent.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte dauerhaft feucht sein, auch zeitweise Staunässe wird gut vertragen.
Pflanzzeit: Setze ihn im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Die Pflanze ist sehr pflegeleicht, solange der Standort feucht genug bleibt. Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich.
Vermehrung: Er versamt sich an zusagenden Stellen von selbst, wenn man die verblühten Stängel stehen lässt.
Kombinationsempfehlung: Eine ideale Partnerin ist das Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides). Beide Arten teilen die Vorliebe für nasse, sonnige Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend in naturnahen Feuchtbereichen.
Der Einblütige Wegerich (Plantago uniflora) gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) in der Ordnung der Lippenblütlerartigen (Lamiales). Er ist in Deutschland heimisch und bevorzugt Standorte in höheren Lagen oder spezialisierte Feuchtgebiete wie Moore und Uferzonen. Anders als seine bekannten Verwandten mit langen Blütenähren bildet er pro Stängel nur eine einzige Endblüte aus. Er lebt in einer Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen (AM - eine Lebensgemeinschaft zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln), die ihm helfen, Nährstoffe aus mageren Böden aufzunehmen.
13 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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