Bild folgtKI-generierte IllustrationPlantago intermedia
Auch bekannt als: Plantago intermedia
13
Arten
interagieren
13
Interaktionen
dokumentiert
An seinen flach ausgebreiteten Blattrosetten und den schmalen, aufrechten Bluetenaehren laesst sich der Mittlere Wegerich (Plantago intermedia) sofort erkennen. Er ist weit mehr als nur ein unscheinbares Wildkraut, denn er dient als lebenswichtige Futterquelle fuer spezialisierte Schmetterlinge wie den Skabiosen-Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) oder den Roten Scheckenfalter (Melitaea didyma). Mit ihm holst du dir ein Stueck echte Vielfalt in den Garten, besonders auf Flaechen, die im Winter zur Naesse neigen. Er zeigt dir an, wo der Boden lebendig ist und bietet Nuetzlingen einen wertvollen Lebensraum. Trau dich ruhig, ihm in einer feuchten Ecke deines Gartens ein Plaetzchen zu geben.
Wichtige Kinderstube fuer seltene Scheckenfalter und robuster Bodenfestiger.
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Der oekologische Wert liegt vor allem in der Unterstuetzung seltener Falterarten. Laut aktuellen Bestaeubungsdaten profitieren Schmetterlinge wie der Westliche Scheckenfalter (Melitaea celadussa) und der Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina) direkt von dieser Pflanze. Auch der Almen-Perlmuttfalter (Boloria pales), der Alpen-Scheckenfalter (Euphydryas iduna) und der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) zaehlen zu den regelmaessigen Gaesten. Durch seine Verbindung mit Mykorrhiza-Pilzen verbessert er zudem die Bodenqualitaet. In der kalten Jahreszeit bieten seine standfesten Samenstaende zudem wertvolle Nahrung fuer einheimische Voegel.
Wichtiger Hinweis fuer Familien: Der Mittlere Wegerich wird als nicht kindersicher eingestuft. Er sollte daher nicht in direkter Reichweite von Kleinkindern oder an Spielbereichen gepflanzt werden. Eine Verwechslung mit stark giftigen Arten ist aufgrund der typischen Wuchsform der Wegeriche jedoch unwahrscheinlich.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Okt
Bioregion
Continental
Der Mittlere Wegerich ist ein robuster Geselle, der vor allem dort waechst, wo andere Pflanzen aufgeben.
Standort: Er liebt sonnige bis halbschattige Plaetze, die gerne zeitweise feucht sein duerfen.
Boden: Die Erde sollte eher naehrstoffreich und gerne etwas schwerer oder lehmig sein.
Pflanzzeit: Setze ihn am besten von Maerz bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Einmal etabliert, braucht er kaum Aufmerksamkeit; er vertraegt sogar gelegentliches Betreten der Rosette.
Vermehrung: Er versamt sich an geeigneten Stellen von selbst, ohne dabei andere Pflanzen zu verdraengen.
Kombination: Eine gute Partnerin ist das Echte Maedesuess (Filipendula ulmaria).
Begruendung: Beide Arten schaetzen feuchte Bodenverhaeltnisse und ergaenzen sich wunderbar in der vertikalen Struktur deines Beetes.
Der Mittlere Wegerich zaehlt zur Familie der Wegerichgewaechse (Plantaginaceae). Er ist in Deutschland heimisch und besiedelt bevorzugt feuchte Pionierstandorte (unbewachsene Neulandflaechen) oder verdichtete Stellen. Charakteristisch sind seine elliptischen Blaetter, die im Gegensatz zum Breitwegerich (Plantago major) meist behaart sind und deutlich schmalere Blattstiele aufweisen. Er lebt in einer engen Gemeinschaft mit Arbuskulaeren Mykorrhiza-Pilzen (AM), die seine Wurzeln besiedeln und ihm bei der Naehrstoffaufnahme helfen.
1 Video zu Mittlerer Wegerich

13 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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