Bild folgtKI-generierte IllustrationPhysocarpus opulifolius
Auch bekannt als: Spiraea opulifolia
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt die Schneeballblättrige Blasenspiere (Physocarpus opulifolius) durch ihre dichten, weißen Blütendolden und das tief gelappte, ahorähnliche Laub auf. Obwohl sie ursprünglich als Neophyt (eine bei uns eingebürgerte Pflanze) gilt, hat sie sich als wertvolle Strukturpflanze für naturnahe Gärten etabliert. Besonders der Scharlachrote Feuerkäfer (Pyrochroa coccinea) und die Honigbiene (Apis mellifera) profitieren im April von ihrem Angebot. Die Pflanze ist zudem ein beliebter Aufenthaltsort für die Gartenkreuzspinne (Araneus diadematus). Wenn du einen robusten und pflegeleichten Strauch suchst, der Leben in deine Hecke bringt, ist diese Art eine gute Wahl für dich.
Robuster Frühlingsblüher und wichtiger Lebensraum für Feuerkäfer und Honigbienen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Blasenspiere eine wichtige Anlaufstelle im zeitigen Frühjahr. Besonders die Honigbiene (Apis mellifera) nutzt die im April erscheinenden Blüten intensiv als Energiequelle. Auch für spezialisierte Insekten wie den Scharlachroten Feuerkäfer (Pyrochroa coccinea) und den Erlenblattkäfer (Agelastica alni) bietet der Strauch Lebensraum und Nahrung. Das dichte Geäst dient zudem der Gartenkreuzspinne (Araneus diadematus) als stabiles Gerüst für den Netzbau. Da die Pflanze im April blüht, schließt sie eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot vieler Fluginsekten, bevor die große Sommerblüte einsetzt.
Die Pflanze ist als nicht kindersicher eingestuft, da der Verzehr von Pflanzenteilen zu Unwohlsein führen kann. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen heimischen Arten besteht aufgrund der markanten, in Streifen abblätternden Rinde kaum. Dennoch solltest du in Gärten, in denen kleine Kinder spielen, ein wachsames Auge haben.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
2.95 m
Die Schneeballblättrige Blasenspiere ist ein genügsamer Bewohner deines Gartens.
Wähle am besten einen Standort im Halbschatten (Plätze mit mäßiger Besonnung).
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, was einer normalen, guten Gartenerde entspricht.
Als Mittelzehrer (Pflanzen mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) benötigt sie keine schweren Düngergaben.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich, er fördert aber die Verjüngung des dichten Strauches.
Vermehren lässt sie sich im Sommer unkompliziert über Stecklinge (abgeschnittene Triebstücke).
Achte in trockenen Perioden darauf, den Boden nicht vollständig austrocknen zu lassen.
Eine gute Partnerin für eine Heckenpflanzung ist der Eingrifflige Weißdorn (Crataegus monogyna).
Beide Arten teilen ähnliche Standortansprüche und ergänzen sich hervorragend in ihrem Wuchsverhalten.
Die Schneeballblättrige Blasenspiere gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) innerhalb der Ordnung der Rosenartigen (Rosales). In Deutschland, Österreich und der Schweiz gilt sie als Neophyt (gebietsfremde Art), die sich jedoch fest in der Region etabliert hat. Ein morphologisches Erkennungsmerkmal, das du auch als Laie gut identifizieren kannst, ist die sich in dünnen Streifen ablösende Rinde an älteren Zweigen. Die Pflanze bevorzugt Standorte an Flussufern oder in feuchten Gebüschen und erreicht dort oft eine beachtliche Breite.
1 Video zu Schneeballblättrige Blasenspiere

10 Arten interagieren mit dieser Pflanze
8 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →