Bild folgtKI-generierte IllustrationPapaver dubium
15
Arten
interagieren
16
Interaktionen
dokumentiert
An den auffaellig schmalen, kolbenfoermigen Samenkapseln laesst sich der Saat-Mohn (Papaver dubium) sofort erkennen. Im Gegensatz zum bekannteren Klatsch-Mohn sind seine hellroten Blueten oft etwas zierlicher und die Blaetter feiner zerteilt. Als Archaeophyt (eine Pflanze, die schon vor 1492 bei uns heimisch war) ist er ein wertvoller Bestandteil unserer Kulturlandschaft. Er besiedelt bevorzugt offene Bodenstellen und bringt Farbe in trockene Gartenbereiche. Da er sich gerne selbst aussät, wandert er durch den Garten und taucht immer dort auf, wo er gerade gebraucht wird. Wenn du eine naturnahe Ecke hast, ist er der perfekte Gast fuer dich.
Zierlicher Archaeophyt: Leuchtendes Rot fuer trockene Gartenplaetze im August.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Der Saat-Mohn ist ein wichtiger Pollenlieferant fuer die heimische Insektenwelt an trockenen Standorten. Da er als Archaeophyt fest in unser heimisches Oekosystem integriert ist, unterstuetzt er die lokale Artenvielfalt massgeblich. Nach der Bluetezeit im August bilden sich die markanten Kapseln, deren Samen im Winter als Nahrung fuer verschiedene Vogelarten dienen. Durch seine AM-Mykorrhiza (eine Symbiose mit Arbuskulaeren Mykorrhizapilzen) ist er zudem hervorragend mit dem Bodennetzwerk verbunden und foerdert die Vitalitaet des Gartenbodens. Er besiedelt Luecken im Beet und schuetzt so den Boden vor Erosion.
Der Saat-Mohn ist nicht kindersicher und sollte nicht verzehrt werden. Wie alle Mohngewaechse enthaelt er in allen Pflanzenteilen Alkaloide (natuerliche Wirkstoffe zum Schutz gegen Frassfeinde), die schwach giftig sind. Es besteht eine geringe Verwechslungsgefahr mit dem Klatsch-Mohn (Papaver rhoeas), der jedoch rundliche Kapseln besitzt.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Standort: Waehle fuer den Saat-Mohn einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Feuchtigkeit: Die Pflanze bevorzugt es trocken und kommt mit wenig Wasser gut zurecht.
Boden: Als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Naehrstoffbedarf) gedeiht er am besten in normalem Gartenboden ohne extra Duenger.
Pflanzzeit: Du kannst die Samen von Maerz bis Mai oder im Herbst zwischen September und November aussaeen, solange der Boden offen ist.
Pflege: Er ist sehr pflegeleicht und muss nicht geschnitten werden. Lass die Blueten stehen, damit er sich versamen kann.
Vermehrung: Die Pflanze ist einjaehrig und sorgt durch ihre unzaehligen Samen selbst fuer Nachwuchs im naechsten Jahr.
Winter: Im Winter bleiben nur die vertrockneten Samenkapseln stehen, die du erst im Fruehjahr entfernen solltest.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium), da beide aehnliche Standortanspruche teilen und sich in der Struktur schoen ergaenzen.
Der Saat-Mohn (Papaver dubium) gehoert zur Familie der Mohngewaechse (Papaveraceae) innerhalb der Ordnung der Hahnenfussartigen (Ranunculales). Er ist in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz weit verbreitet und gilt als indigen (einheimisch). Typischerweise besiedelt er sonnige Standorte auf trockenen, maessig nahrhaften Boeden wie Ackerraender oder Schuttplaetze. Ein besonderes morphologisches Merkmal sind die behaarten Staengel und der weisse Milchsaft, der bei Verletzungen der Pflanze austritt.
5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
10 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →