Bild folgtKI-generierte IllustrationPaeonia officinalis
Auch bekannt als: Echte Pfingstrose, Gemeine Pfingstrose, Bauernpfingstrose
5
Arten
interagieren
5
Interaktionen
dokumentiert
An den tiefroten, schalenförmigen Blüten und den markant gefiederten Blättern lässt sich die Garten-Pfingstrose (Paeonia officinalis) sofort erkennen. Sie ist weit mehr als eine reine Prachtstaude, denn sie dient als wichtige Pollenquelle im späten Frühjahr. Besonders der Hummelfliegenkäfer (Trichius fasciatus) und die Honigbiene (Apis mellifera) suchen die großen Blüten regelmäßig auf. Auch Nützlinge wie der Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) sind häufig auf ihr anzutreffen. Wenn du dieser langlebigen Art einen ungestörten Platz gönnst, bereichert sie dein Ökosystem über Jahrzehnte hinweg. Hol dir diesen Klassiker in den Garten, um die Brücke zwischen Tradition und Artenschutz zu schlagen.
Traditionelle Pracht und wertvolle Pollenquelle für den Hummelfliegenkäfer.
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Obwohl die Garten-Pfingstrose keinen Nektar im klassischen Sinne bietet, ist ihr Pollenangebot für spezialisierte Insekten von großem Wert. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist sie ein Magnet für den Hummelfliegenkäfer (Trichius fasciatus), der in den Blütenblättern nach Nahrung sucht. Auch die Feldwespe (Polistes) und die Honigbiene (Apis mellifera) profitieren von dem frühen Energieangebot im Mai und Juni. Der Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) nutzt die Pflanze häufig als Jagdrevier. Sogar Vögel wie die Amsel (Turdus merula) besuchen die Staude, um im dichten Laub nach Insekten zu suchen oder die Umgebung als geschützten Rückzugsort zu nutzen.
Die Garten-Pfingstrose ist in allen Pflanzenteilen giftig und daher nicht kindersicher. Besonders der Verzehr von Samen oder Wurzelteilen kann zu Schleimhautreizungen, Erbrechen und Magen-Darm-Beschwerden führen. Beim Umgang mit der Pflanze oder beim Rückschnitt empfiehlt es sich, Handschuhe zu tragen, um Hautreizungen zu vermeiden.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.68 m
Die Pfingstrose benötigt einen Standort im Halbschatten auf frischem (mäßig feuchtem) Boden. Als Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) gedeiht sie am besten in tiefgründiger, humusreicher Gartenerde.
Pflanzzeit: Setze die Staude im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), sofern der Boden nicht gefroren ist.
Pflanzhöhe: Achte penibel darauf, sie nicht zu tief zu setzen; die Wurzelknospen sollten nur etwa drei Zentimeter mit Erde bedeckt sein.
Pflege: Sie ist äußerst standorttreu und sollte über Jahrzehnte nicht umgepflanzt werden.
Düngung: Eine Gabe Kompost im zeitigen Frühjahr fördert die Blütenbildung.
Rückschnitt: Entferne die verblühten Stiele im Spätherbst, um Pilzerkrankungen vorzubeugen.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist der Dunkle Storchschnabel (Geranium phaeum). Beide Arten sind heimisch, teilen die Vorliebe für halbschattige, frische Plätze und ergänzen sich optisch hervorragend.
Die Garten-Pfingstrose gehört zur Familie der Pfingstrosengewächse (Paeoniaceae) und ist eine ausdauernde, krautige Pflanze. Ursprünglich in Südeuropa und den Alpen beheimatet, wird sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Neophyt (nach 1492 eingeführte Pflanze) eingestuft, der fest in der Gartenkultur verwurzelt ist. Sie bildet unterirdische Knollen als Speicherorgane aus, wodurch sie Trockenphasen gut übersteht. Im Gegensatz zu verholzenden Strauch-Pfingstrosen zieht sie sich im Winter vollständig in den Boden zurück, was sie besonders frosthart macht.
3 Videos zu Garten-Pfingstrose



3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →