
Ononis spinosa
Auch bekannt als: Dornige Hauhechel, Weiberkrieg, Dorn-Hauhechel, Eindorn
Artengruppe
37
Arten
interagieren
202
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
An den rosa Schmetterlingsblüten und den wehrhaften Dornen lässt sich die Dornige Hauhechel sofort erkennen. Als heimischer Halbstrauch ist sie ein echter Überlebenskünstler auf kargen Böden und bietet wertvollen Lebensraum für spezialisierte Insekten. Besonders wichtig ist sie als Kinderstube für die Raupen der Umbra-Sonneneule und des Kleespinners (Lasiocampa trifolii). Mit dieser Pflanze holst du dir ein Stück unberührte Natur direkt an den sonnigen Gartenrand und förderst gezielt gefährdete Falterarten. Wenn du einen trockenen, nährstoffarmen Platz hast, machst du mit ihr alles richtig.
Wehrhafter Schmetterlingsmagnet: Kinderstube für die seltene Umbra-Sonneneule.
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Diese Pflanze ist eine unersetzliche Nahrungsquelle für spezialisierte Schmetterlingsraupen. Nach aktuellen Daten dient sie als wichtige Futterpflanze für die Umbra-Sonneneule und den Kleespinner (Lasiocampa trifolii). Während der Blütezeit von Juni bis August lockt der Nektarvorrat verschiedene Bestäuber an, die die typischen Schmetterlingsblüten aufsuchen. Im Winter bieten die vertrockneten, dornigen Triebe Schutz für überwinternde Kleinstlebewesen. Die Samenreife im Spätsommer stellt zudem eine potenzielle Nahrungsquelle für Vögel dar. Mit der Pflanzung förderst du somit den gesamten Lebenszyklus heimischer Falterarten in deinem Garten.
Aufgrund ihrer ausgeprägten Dornen ist die Pflanze nicht als kindersicher eingestuft; beim Hantieren sind Gartenhandschuhe ratsam. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten. Die Dornige Hauhechel selbst ist ungiftig, sollte aber wegen der Verletzungsgefahr nicht direkt an Spielbereichen stehen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.49 m
Wähle einen vollsonnigen Standort, da die Pflanze viel Licht benötigt.
Der Boden sollte mager (nährstoffarm) und eher trocken sein.
Ideal ist ein kalkhaltiger Untergrund, aber auch neutrale Böden werden gut vertragen.
Pflanzzeit: Setze die Hauhechel im März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Düngen ist nicht notwendig, da sie als Schwachzehrer an karge Verhältnisse angepasst ist.
Ein Rückschnitt im Spätwinter fördert den kompakten Wuchs und entfernt die alten Dornen.
Die Vermehrung erfolgt am besten durch Aussaat im zeitigen Frühjahr.
Gute Partnerin: Das Echte Labkraut (Galium verum) – beide teilen die Vorliebe für trockene, sonnige Standorte und ergänzen sich optisch durch das Zusammenspiel von Gelb und Rosa.
Die Dornige Hauhechel gehört zur Familie der Schmetterlingsblütler (Fabaceae) und ist in Mitteleuropa weit verbreitet. Ihr natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und trockene Wegränder. Sie wächst als ausdauernder Halbstrauch, der im unteren Bereich verholzt und kräftige Pfahlwurzeln bildet. Typisch sind die dornigen Kurztriebe, die der Pflanze ihren Namen geben und sie vor Verbiss schützen. Durch die Symbiose mit einer Mykorrhiza (Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen) kommt sie bestens mit extrem nährstoffarmen Standorten zurecht.
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29 Arten interagieren mit dieser Pflanze
6 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_268842619
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