Bild folgtKI-generierte IllustrationMeum athamanticum
Auch bekannt als: Köppernickel
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An ihren extrem fein gefiederten, fast haarartigen Blättern lässt sich die Bärwurz (Meum athamanticum) sofort erkennen, da sie wie eine weiche, grüne Wolke im Beet wirkt. Diese heimische Staude ist weit mehr als nur eine Duftpflanze: Sie steht auf der Vorwarnliste der Roten Liste und ist eine wichtige Lebensgrundlage für spezialisierte Insekten. Besonders der prächtige Schwalbenschwanz (Papilio machaon) nutzt sie gerne als Eiablageplatz. Wenn du diesen Gebirgsbewohner in deinen Garten holst, bietest du bedrohten Arten einen Rückzugsort und genießt gleichzeitig das intensive Aroma, das an eine Mischung aus Fenchel und Liebstöckel erinnert. Probiere es aus, diese robuste Art wird dich mit ihrer Genügsamkeit überraschen.
Duftendes Wolkenkissen und Kinderstube für den seltenen Schwalbenschwanz.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Bärwurz eine wertvolle Futterpflanze für den Schwalbenschwanz (Papilio machaon), dessen Raupen sich von dem aromatischen Kraut ernähren. Auch am Boden fördert die Pflanze die Biodiversität: Die Rote Gartenameise (Myrmica rubra) und die Schwarzgraue Sklavenameise (Formica fusca) werden regelmäßig an ihr beobachtet. Da die Art in Deutschland und Österreich bereits auf der Vorwarnliste der Roten Liste (Status V) geführt wird, ist jeder Bestand im Garten ein wertvoller Beitrag zum Erhalt der regionalen Artenvielfalt. Die offen liegenden Doldenblüten bieten zudem leicht zugängliche Nahrung für Käfer und Schwebfliegen.
Die Bärwurz wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb in Gärten mit kleinen Kindern Vorsicht geboten ist. Zwar ist sie eine alte Gewürzpflanze, doch besteht für Ungeübte eine geringe Verwechslungsgefahr mit anderen Doldenblütlern. Du erkennst sie jedoch sicher an ihrem intensiven Gewürzduft und den extrem fein zerteilten Blättern, die fast wie Haare wirken.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.3 m
Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, aber niemals staunass.
Als Schwachzehrer benötigt die Pflanze einen mageren Boden (nährstoffarm); verzichte daher auf zusätzliche Düngergaben.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis Ende November.
Die Bärwurz geht eine Symbiose mit Mykorrhiza (nützliche Wurzelpilze) ein, was ihr hilft, Nährstoffe effizienter aufzunehmen.
Ein Rückschnitt im Spätherbst ist möglich, doch für das ökologische Gleichgewicht empfehle ich, die Struktur über den Winter stehen zu lassen.
Die Vermehrung kann durch Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr erfolgen.
Gute Partnerin: Die Berg-Flockenblume (Cyanus montanus) – beide Arten kommen natürlicherweise in Bergwiesen vor und teilen die Vorliebe für frische, eher nährstoffarme Standorte.
Die Bärwurz (Meum athamanticum) ist die einzige Art ihrer Gattung innerhalb der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Sie ist in den Gebirgen Mitteleuropas indigen (einheimisch) und besiedelt bevorzugt Borstgrasrasen (magere, saure Bergwiesen). Ein typisches Merkmal ist der faserige Schopf aus alten Blattstielresten am Wurzelhals, der im Volksmund als Bärenkopf bezeichnet wird. Ihre weißen bis rötlichen Doppeldolden erscheinen im Frühsommer über dem filigranen Laub.
5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
22 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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