Bild folgtKI-generierte IllustrationMercurialis perennis
Auch bekannt als: Wald-Bingelkraut, Waldbingelkraut, Ausdauerndes Bingelkraut
Artengruppe
13
Arten
interagieren
16
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren gegenständigen, lanzettlichen Blättern und den unscheinbaren, grünlichen Blütenähren lässt sich das Ausdauernde Bingelkraut (Mercurialis perennis) sofort erkennen. In schattigen Gartenbereichen bildet es dichte Teppiche und dient als wichtige Futterquelle für die Raupen der Grünen Heidelbeereule (Anaplectoides prasina). Auch die Gewöhnliche Bindensandbiene (Andrena flavipes) sucht die Pflanze regelmäßig auf. Wenn du eine robuste Art für die dunklen Ecken unter deinen Gehölzen suchst, machst du mit diesem heimischen Waldkraut alles richtig.
Grüner Schattenkünstler und wichtige Kinderstube für die Grüne Heidelbeereule.
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Das Bingelkraut ist ökologisch wertvoller, als seine unscheinbaren Blüten vermuten lassen. Die Raupen der Grünen Heidelbeereule (Anaplectoides prasina) und des Braunen Bären (Arctia caja) nutzen die Blätter als wichtige Nahrungsgrundlage. Für Bestäuber wie die Honigbiene (Apis mellifera) und die Gewöhnliche Bindensandbiene (Andrena flavipes) bietet die lange Blütezeit von April bis September eine verlässliche Anlaufstelle. Auch Wirbeltiere profitieren: Die Rötelmaus (Myodes glareolus) findet hier Deckung, während die Saatkrähe (Corvus frugilegus) regelmäßig in den Beständen nach Nahrung sucht.
Das Ausdauernde Bingelkraut (Mercurialis perennis) ist nicht kindersicher und wird als giftig eingestuft. Alle Pflanzenteile enthalten Stoffe, die bei Verzehr zu Reizungen führen können. Achte daher besonders darauf, wenn kleine Kinder oder Haustiere in deinem Garten spielen. Eine Verwechslung mit essbaren Wildkräutern sollte aufgrund der spezifischen Wuchsform vermieden werden.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Apr – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.27 m
Wähle für das Bingelkraut einen schattigen Platz im Garten, idealerweise unter hohen Laubbäumen.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) und sehr nährstoffreich sein, da die Pflanze ein Starkzehrer (hoher Nährstoffbedarf) ist.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden offen ist.
Achte darauf, dass die Erde während der Anwachsphase nie vollständig austrocknet.
Eine Gabe von Kompost im Frühjahr unterstützt das kräftige Wachstum der Pflanze.
Die Vermehrung erfolgt meist von selbst über die unterirdischen Ausläufer.
Du kannst Bestände im Herbst aber auch vorsichtig teilen, um sie an neuen Stellen anzusiedeln.
Im Winter solltest du die abgestorbenen Triebe einfach stehen lassen, da sie als natürlicher Bodenschutz dienen.
Ein Rückschnitt ist nicht notwendig, da das Bingelkraut im Frühjahr zuverlässig aus der Wurzel neu austreibt.
Gute Partnerin: Die Gewöhnliche Haselwurz (Asarum europaeum) – beide teilen die Vorliebe für den tiefen Schatten und nährstoffreiche Waldböden.
Das Ausdauernde Bingelkraut (Mercurialis perennis) ist eine typische Pflanze schattiger Laubwälder in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es wächst bevorzugt auf kalkhaltigen, nährstoffreichen Böden und gilt als Zeigerpflanze für alte Waldstandorte. Die Art wächst zweihäusig, was bedeutet, dass männliche und weibliche Blüten auf getrennten Einzelpflanzen stehen. Durch ihre unterirdischen Ausläufer besiedelt sie Flächen sehr effektiv und bildet geschlossene Bestände, die den Gartenboden ganzjährig vor Austrocknung schützen.
4 Arten interagieren mit dieser Pflanze
8 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →